Eine Typ-C-Gastritis findet sich bei etwa jedem zehnten Betroffenen. Als chemisch induzierte Erkrankung entwickelt sie sich häufig durch die lange Einnahme nicht steroidaler Antirheumatika oder anderer magenreizender Medikamente, aber auch ein Gallereflux aus dem Zwölffingerdarm sowie ein übermäßiger Alkoholkonsum kommen als Auslöser infrage. Die Behandlung besteht in erster Linie darin, den auslösenden magenreizenden Stoff konsequent zu vermeiden oder die Ursache des Gallereflux anzugehen.
Die Typ-A-Gastritis ist mit etwa 5 Prozent der Fälle die seltenste Form der chronischen Gastritis. Es handelt sich um eine Autoimmunkrankheit, bei der Betroffene Autoantikörper gegen die säureproduzierenden Belegzellen der Magenschleimhaut entwickeln.
Die Folge: Magenschleimhautzellen werden zerstört, es wird weniger Magensäure produziert und der pH-Wert steigt. Als Reaktion schüttet der Körper verstärkt das magensäurestimulierende Hormon Gastrin aus. Es kommt zu einer Hyperplasie von enteroendokrinen Zellen, was wiederum die Entstehung von gut- und bösartigen Tumoren im Magen-Darm-Trakt begünstigt.
Die Belegzellen bilden zudem den sogenannten Intrinsic Factor, ein Glykoprotein, das mit dem in der Nahrung befindlichen Vitamin B12 einen Komplex bildet und so die Resorption ermöglicht. Mit zunehmendem Mangel an Intrinsic Factor können Betroffene folglich immer weniger Vitamin B12 aufnehmen, was in einer B12-Anämie enden kann. Dazu kommen Verdauungsprobleme, da Säure und Enzyme für die Nahrungsverarbeitung im Magen fehlen.
Im Gegensatz zu allen anderen Gastritis Formen ist die autoimmunbedingte Gastritis derzeit nicht heilbar. Patienten erhalten eine Vitamin B12 Supplementation, um eine Anämie zu vermeiden. Zudem wird aufgrund des erhöhten Risikos eine regelmäßige Krebsvorsorge empfohlen.
Neben den drei Typen A, B und C gibt es noch einige sehr seltene Formen der chronischen Gastritis, die man unter der Typ-D-Form zusammenfasst. Dazu gehört zum Beispiel die Crohn-Gastritis, die bei einigen Morbus-Crohn-Patienten auftritt, wenn die Entzündung auf den Magen übergreift. Sehr selten ist auch die Riesenfaltengastritis, bei der sich Magenschleimhautzellen vermehren und dicke Falten und Zysten bilden.
Eine schwere Gastritis kann unbehandelt in eine erosive Gastritis übergehen. Die Schädigung der Schleimhaut ist dann so ausgeprägt, dass es zu Blutungen kommt. Das häufigste Symptom einer Magenblutung ist das Erbrechen von frischem Blut oder von durch Magensäure zersetztem Blut. Zudem können unspezifische Symptome wie Übelkeit oder Schmerzen im Oberbauch auftreten. Eine Magenblutung gilt als Notfall, der umgehend medizinisch abgeklärt werden sollte.