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Leben mit Zöliakie
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Glutenfreie Ernährung im Alltag

Mehr als 800.000 Menschen in Deutschland haben Zöliakie. Die einzige Therapie ist eine lebenslange, streng glutenfreie Diät. Der Alltag mit den engen Diätvorschriften kann zur Herausforderung werden.
AutorKontaktCarina Steyer
Datum 08.04.2020  08:00 Uhr

Medikamente und Kosmetik prüfen

Gluten ist auch ein häufiger Bestandteil von Medikamenten und Kosmetik. Weizenstärke etwa dient häufig als Hilfsstoff bei der Tablettenherstellung. Aber auch Säfte, Dragees, Pulver oder Nasentropfen enthalten mitunter Gluten. Fragt ein Kunde nach Arzneimitteln ohne Gluten, sollten PTA zunächst die Inhaltsstoffe überprüfen. Ist Gluten als Bestandteil von Aromen enthalten, findet sich die Angabe häufig nicht in der Zutatenliste. Hier hilft nur, den Hersteller zu kontaktieren oder auf die DZG zurückzugreifen. Die Gesellschaft gibt jährlich eine Liste mit Medikamenten heraus, die kein Gluten enthalten.

Produkte zur rein äußerlichen Anwendung wie Shampoos, Duschgels oder Körpercremes schaden Zöliakie-Patienten nach derzeitigem Kenntnisstand nicht. Eine Ausnahme bilden Kinder. Da diese die Hände häufig in den Mund nehmen, beim Baden durchaus mal das Badewasser verschlucken oder das Shampoo in den Mund gelangt, rät die DZG ausdrücklich zu Produkten frei von Gluten. Das gilt übrigens auch für Spielmaterialien wie Knete, Stifte oder Klebstoff. Kosmetik- und Hygieneartikel, die im Mund- und Gesichtsbereich angewendet werden, wie zum Beispiel Mundspülungen, Zahncremes, Lippenstifte, Gesichtscremes, Makeup oder Gesichtsreinigungsprodukte, sollten auch bei Erwachsenen mit Zöliakie kein Gluten enthalten. Sie können leicht über den Mund in den Magen-Darm-Trakt gelangen.

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