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Neue Hypothese
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Grippeimpfung soll Demenzrisiko senken

Kann die Grippeimpfung das Risiko, an einer Demenz zu erkranken, tatsächlich senken? Dieser spannenden Hypothese ging eine an 120.000 US-amerikanischen Veteranen durchgeführte retrospektive Studie nach. Wie die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) berichtet, soll das Demenzrisiko bei Menschen, die regelmäßig gegen Influenza immunisiert worden sind, in dieser Untersuchung um signifikante 12 Prozent reduziert gewesen sein.
AutorKontaktKatja Egermeier
Datum 30.09.2021  11:00 Uhr

Weitere Studien nötig

Auf dem Versuch, Beta-Amyloide aus dem Körper zu schleusen, bevor sie Schaden im Gehirn anrichten, beruhen laut Dodel viele Alzheimertherapien. »Wenn prospektive Studien nun zeigen, dass wiederholte Grippeimpfungen genau diesen Effekt haben und Beta-Amyloide abbauen, wäre das ein Durchbruch für die Demenztherapie.« Die Daten der vorliegenden Studie deuteten darauf hin, hätten aber noch keine Beweiskraft. Es könnten auch weitere Effekte eine Rolle spielen, beispielsweise, dass Menschen, die sich regelmäßig impfen lassen, auch sonst gesünder lebten und somit ein geringeres Krankheitsrisiko hätten. »Wir brauchen nun weiterführende, prospektive Studien, um den Zusammenhang eindeutig zu klären«, so Dodel. Auch im Hinblick auf die Covid-19-Impfung könne die Minderung des Demenzrisikos ein noch nicht diskutierter Zusatznutzen der Impfung sein.

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