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Beratung kompakt
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Gut beraten bei Harnwegsinfekten

Nicht jede Harnwegsinfektion erfordert sofort ein Antibiotikum. Leichte Beschwerden lassen sich in vielen Fällen mit freiverkäuflichen Präparaten lindern.
AutorKontaktCaroline Wendt
Datum 09.02.2026  08:00 Uhr

Blasen- und Nierentee

  • harntreibende Drogen wie Goldrute, Brennnessel oder Schachtelhalm
  • Evidenz begrenzt
  • als begleitende Maßnahme sinnvoll, nicht als alleinige Therapie

Nicht medikamentöse Maßnahmen

  • Trinkmenge: mindestens 2 bis 2,5 Liter Flüssigkeit pro Tag
  • Muskulatur entspannen: etwa mit einer Wärmflasche auf dem Unterbauch oder warmen Sitzbädern)
  • regelmäßige zur Toilette gehen, Harndrang nicht unterdrücken
  • nach dem Geschlechtsverkehr Blase entleeren
  • nach dem Stuhlgang von vorne nach hinten reinigen
  • spermizide Verhütungsmethoden (wie beschichtete Kondome) meiden

Grenzen der Selbstmedikation

  • Blut im Urin
  • (meist einseitige) Flankenschmerzen: Hinweis auf Nierenbeteiligung
  • Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit oder Erbrechen
  • ausgeprägtes Krankheitsgefühl
  • Schwangerschaft
  • Kinder, Männer, ältere (multimorbide) Patienten
  • Immunsuppression, Diabetes mellitus oder Harnabflussstörungen
  • keine Besserung nach ein bis drei Tagen
  • häufige Rezidive (> 3 Infekte pro Jahr)

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