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Virales Comeback
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Herpes zoster frühzeitig behandeln

Eine Gürtelrose ist nicht nur äußerst schmerzhaft, sondern kann auch anhaltende Beschwerden verursachen. Patienten brauchen eine frühzeitige und konsequente Therapie. Eine Impfung beugt vor.
AutorKontaktNicole Schuster
Datum 29.09.2022  09:00 Uhr

Impfung schützt

Doch auch eine optimale antivirale und analgetische Therapie kann nicht immer verhindern, dass sich eine PZN entwickelt. Die Inzidenz des Zosters und der PZN lassen sich jedoch mit einer Schutzimpfung senken. Seit 2006 gibt es einen hochdosierten, attenuierten VZV-Lebendimpfstoff (Zostavax®). Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt ihn wegen der eingeschränkten Wirksamkeit und seiner begrenzten Wirkdauer jedoch nicht als Standardimpfung. Sie bevorzugt den seit 2018 verfügbaren, adjuvantierten Herpes-zoster-subunit-Totimpfstoff (Shingrix®), bestehend aus dem rekombinanten Oberflächenglykoprotein gE des Virus und einem Wirkverstärker (AS01B). Shingrix weist bei Senioren eine hohe Schutzwirkung auf und ist auch für Menschen mit geschwächtem Immunsystem geeignet. Die Vakzine kommt im Abstand von zwei bis maximal sechs Monaten intramuskulär in zwei Dosen zum Einsatz.

Die Ständige Impfkommission STIKO rät allen Menschen ab 60 Jahren zur Impfung und Personen ab 50 Jahren, die bestimmte Grundkrankheiten oder eine Immunschwäche haben. Aktuelle Zahlen zeigen, dass die Nachfrage nach der Impfung steigt. Das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut (DAPI) gab bekannt, dass sich die Anzahl der von Apotheken an Arztpraxen gelieferten Impfdosen im ersten Halbjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdreifacht habe – von 662.000 auf 2 Millionen. 

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