Besteht der Verdacht auf eine Meningitis, sollte man sofort ein Krankenhaus aufsuchen. Neben Fieber und Kopfschmerzen deuten Nackensteife und Bewusstseinsstörungen auf die Hirnhautentzündung hin. / © Getty Images/Oleg Breslavtsev
Meningitis ist eine Entzündung der Hirnhäute, also der Bindegewebsschichten, die das Gehirn umschließen und sich als Rückenmarkshäute fortsetzen. Die meisten Fälle werden durch virale Infektionen, etwa mit Herpes, Grippe oder Covid verursacht, Auslöser sind aber auch Bakterien und andere Erreger. In Kent wurden die Fälle durch Meningokokken der Untergruppe B verursacht
Viele Erreger werden durch Tröpfcheninfektion übertragen – also Husten, Niesen oder auch Küssen. Man kann sich anstecken, wenn man sie einatmet. Die Erreger siedeln sich meist zuerst in den Schleimhäuten des Nasen-Rachenraums an, dringen in Blutgefäße ein und gelangen über die Blutbahn an die Hirnhäute.
Vor allem Säuglinge, Kleinkinder und sehr alte Menschen sind anfällig für eine Meningitis. Weitere Risikofaktoren sind unter anderem chronische Grunderkrankungen, Nasennebenhöhlen- oder Mittelohrentzündung, so das Gesundheitsportal gesund.bund.de des Gesundheitsministeriums.
Der Verlauf einer Meningitis hängt von der Ursache sowie dem Alter und den Abwehrkräften der erkrankten Person ab. Viral ausgelöste Hirnhautentzündungen verlaufen in der Regel mild, so das Gesundheitsportal.
Sind Bakterien wie Meningokokken oder Pneumokokken die Auslöser, kann eine Meningitis »manchmal sehr plötzlich beginnen, sich rasch verschlechtern und schnell zum Tod führen«. Häufig greifen die Bakterien auch das Gehirn direkt an und lösen dort eine Meningoenzephalitis aus.
Zu den typischen Anzeichen zählen:
Außerdem können auftreten:
Auch Hautveränderungen können Hinweise auf den Erreger geben, bei Pneumokokken-Bakterien etwa Bläschen.