Besteht der Verdacht auf eine Meningitis, sollte man sofort ein Krankenhaus aufsuchen – das gilt besonders für kleine Kinder und ältere Menschen. Um schwere Verläufe zu verhindern, ist eine möglichst rasche Diagnose wichtig. Hierfür stellen Ärztinnen und Ärzte Fragen, um mögliche Auslöser einzugrenzen, und entnehmen danach Blut. Entscheidend für die Diagnose ist der Nachweis der Entzündung und oft auch der Erreger aus dem Nervenwasser, das mit einer Lumbalpunktion entnommen wird.
Eine bakterielle Meningitis ist ein Notfall, der meist auf einer Intensivstation behandelt werden muss.
Bis zu 20 von 100.000 Menschen in Deutschland erkranken an einer durch Viren ausgelösten Meningitis. An der gefährlicheren bakteriellen Meningitis erkrankt in Deutschland jedes Jahr weniger als eine von 100.000 Personen.
Laut Robert-Koch-Institut (RKI) wurden in Deutschland in den Jahren 2023 bis 2025 jeweils über 100 Meningokokken-B-Fälle registriert, 2026 bislang über 20. Die Bakterien waren Auslöser des Ausbruchs in Kent.
Gegen einige Meningitis-Erreger gibt es Impfungen, die einer Hirnhautentzündung vorbeugen, darunter Pneumokokken, Masern, Mumps und Windpocken. Sie sind in Deutschland Bestandteil der Kinderschutzimpfungen, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen werden.
Seit kurzem empfiehlt die STIKO eine Impfung gegen die Meningokokken-Untergruppen A, C, W und Y für Kinder zwischen 12 und 14 Jahren; ein entsprechender Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses ist jüngst in Kraft getreten. Da Jugendliche und junge Erwachsene mit einer Besiedelung von bis zu 20 Prozent als Hauptträger gelten, soll die Impfung dieser Altersgruppe neben dem individuellen Schutz auch zu indirekten Effekten in allen Altersgruppen führen, so das RKI.
Für Säuglinge ab zwei Monaten gilt bereits seit Januar 2024 die Empfehlung zur Impfung gegen Meningokokken B.