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Möglicher Krebs-Auslöser
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HPV positiv? Kein Grund zur Panik!

Frauen ab 35 Jahren können sich im Rahmen der Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung auf Humane Papillomviren (HPV) testen lassen. Doch was, wenn der Test positiv ausfällt? Bedeutet das, dass die Betroffene Krebs hat oder bekommt? Der Krebsinformationsdienst klärt auf – und beruhigt.
AutorKontaktKatja Egermeier
Datum 16.01.2026  10:00 Uhr

Folgen für die Partnerschaft

Wer in einer Partnerschaft ist und einen positiven HPV-Test erhält, kann laut DKFZ davon ausgehen, dass die Partnerin oder Partner bereits infiziert war. Es sei eine Tatsache, dass sich die meisten sexuell aktiven Menschen irgendwann in ihrem Leben mit HP-Viren infizieren, meist schon beim ersten sexuellen Kontakt. »Der Nachweis einer HPV-Infektion ist kein Zeichen von Untreue.«

Für Männer mit einer HPV-positiven Partnerin gelten laut DKFZ folgende Empfehlungen: Da es keinen HPV-Test für Männer gibt und die Infektion nicht heilbar ist, ist es auch nicht sinnvoll, gesunde Männer auf das Virus zu testen. Es sei jedoch möglich, sich auf sichtbare Veränderungen im Mund und im Genital- oder Analbereich untersuchen zu lassen. Für Frauen mit einem HPV-positiven Partner gebe es keine gesonderten Empfehlungen, da sie sich im Rahmen der allgemeinen Früherkennung auf HPV bei ihrem Gynäkologen am Gebärmutterhals untersuchen lassen können.

Einer neuern Studie zufolge sind Männer häufiger mit dem HP-Virus infiziert, als bislang angenommen. HPV kann zudem nicht nur Gebärmutterhalskrebs, sondern auch andere Tumorarten auslösen, wie Vulva- und Scheidenkrebs, bei Männern Peniskrebs. Anal- und Kopf-Hals-Tumoren können bei beiden Geschlechtern auftreten. Die in Deutschland empfohlene Impfung gilt daher nicht nur für Mädchen, sondern auch für Jungen zwischen 9 bis 14 Jahren. Ein vollständiger Impfschutz besteht nach zwei Impfungen im Abstand von mindestens fünf Monaten, die am besten vor dem ersten sexuellen Kontakt erfolgen.

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