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Stiftung Warentest
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Im Test – Mittel bei Beschwerden in den Wechseljahren

Bei Beschwerden in der Peri- oder Postmenopause gibt es verschiedene Optionen: neben Phytopharmaka steht bei vielen Frauen der Hormonersatz zur Auswahl. Wie bewertet Stiftung Warentest die Mittel?
AutorKontaktdpa
Datum 23.01.2026  09:00 Uhr
Im Test – Mittel bei Beschwerden in den Wechseljahren

Vom nass geschwitzten Bettlaken bis hin zur aufsteigenden Hitze im wichtigen Jobtermin: Die Hormonumstellungen der Wechseljahre bedeuten für viele Frauen einen Leidensdruck. Wie gut ist die Wirksamkeit der Medikamente belegt und wie sieht es mit dem Verhältnis von Nutzen und Risiken aus? Das wollte die Stiftung Warentest wissen und hat für 57 Mittel gegen Wechseljahresbeschwerden die Studienlage begutachtet (Ausgabe 2/2026).

Im Wesentlichen gibt es dabei zwei Arten von Mitteln:

  • Hormonpräparate: Sie gibt es nur auf Rezept. Die Mittel ersetzen Östrogen, das dem Körper in der Menopause fehlt – in aller Regel kombiniert mit Gestagenen, damit es nicht zu Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut kommt.
  • Pflanzliche Mittel: Sie sind frei verkäuflich und enthalten Wirkstoffe aus Pflanzen wie der Traubensilberkerze oder dem Rhapontik-Rhabarber .

Die Hormonpräparate bewertet die Stiftung Warentest als »Geeignet«. »Das liegt daran, dass wir sehr gute Nutzennachweise aus hochwertigen Studien haben«, sagt Bettina Sauer, Gesundheitsexpertin bei der Stiftung Warentest. Demnach können sie gut bei Symptomen wie Hitzewallungen und Schweißausbrüchen helfen.

Und was ist mit den pflanzlichen Mitteln? Sie wirken schwächer und sind daher laut Stiftung Warentest nur mit Einschränkungen geeignet. Das soll nicht heißen, dass betroffene Frauen es mit den Mitteln nicht versuchen können, »es kann aber sein, dass das bei starken Beschwerden nicht reicht«, sagt Bettina Sauer.

Dazu kommt: Es gibt im Vergleich zu den Hormonpräparaten weniger Erkenntnisse darüber, wie die pflanzlichen Mittel langfristig im Körper wirken. »Darum sagt man: auf eigene Faust nur ein paar Monate einsetzen«, so Sauer. Und auch wenn sie frei verkäuflich sind, gilt: lieber Rücksprache mit Arzt und Ärztin halten.

Ohne Risiken sind auch die Hormonpräparate aber nicht: Die Anwendung kann das Risiko für Thrombosen und langfristig auch für Brustkrebs erhöhen. Daher ist eine möglichst geringe Dosierung wichtig. Immerhin: Gelangen die Hormone über die Haut – also durch Pflaster, Gel oder Sprays – in den Körper, fällt das Thromboserisiko geringer aus bei der Einnahme von Tabletten.

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