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OTC-Beratungscheck
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Kalium

Kontraindikationen, Neben- und Wechselwirkungen: OTC-Arzneimittel sind nicht weniger beratungsintensiv als verschreibungspflichtige. In der Serie »OTC-Beratungscheck« fasst PTA-Forum die wichtigsten Hinweise zu ausgewählten OTC-Präparaten für die Beratung übersichtlich zusammen. Diesmal: Kalium
AutorKontaktVerena Schmidt
Datum 14.05.2024  08:00 Uhr

Arzneistoffgruppe

Mineralstoffe

Präparate

Beispiele Monopräparate: Kalinor®, Kalium Verla®,

Beispiele Kombipräparate: Magium® K Forte, Tromcardin® complex

Indikation

Behandlung von Kaliummangelzuständen. Vorbeugende Anwendung bei Diuretika, die zu einer vermehrten Kaliumausscheidung führen.

Zur Prophylaxe einer Hypokaliämie bei Ketoazidose, zur Nierensteinmetaphylaxe bei Calciumsteinen; Hypocitraturie (<320 mg/d), Harnsäuresteinen.

Dosierung/Anwendung

  • Zur Kaliumsubstitution: im Allgemeinen 40 bis 80 mmol Kalium pro Tag, nicht mehr als 160 mmol pro Tag. Einzeldosis nicht mehr als 40 mmol Kalium.
  • Ist die Ursache eines Kaliumdefizits nicht zu beheben: fortlaufende Substitution. In anderen Fällen reichen oft Tage bis Wochen für den Ausgleich aus.
  • Brausetabletten: in einem Glas Wasser (200 ml) auflösen und nach Bedarf mit Zucker oder Fruchtsaft nachsüßen. Über 10 bis 15 Minuten schluckweise trinken. Einnahme zu den Mahlzeiten verbessert die gastrointestinale Verträglichkeit.

Kontraindikation/Warnhinweis

  • Nicht bei Krankheiten, die häufig mit einer Hyperkaliämie verbunden sind: Dehydratation, eingeschränkte exkretorische Nierenfunktion, Morbus Addison, Adynamia episodica hereditaria, Sichelzellanämie, Stoffwechselentgleisungen in den sauren Bereich wie diabetische Azidose
  • Anwendung wird bei Kindern und Jugendlichen nicht empfohlen
  • Vor der Anwendung Elektrolyt- und Säure-Basen-Status, Herzrhythmus und besonders bei älteren Patienten Nierenfunktion kontrollieren; während der Therapie zunächst in kürzeren, später in längeren Intervallen überwachen

Nebenwirkungen

Gelegentlich: Oberbauch- und Darmbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall

Wechselwirkungen

  • Erhöhte extrazelluläre Kaliumkonzentration vermindert die Wirkung von Herzglykosiden, eine Erniedrigung verstärkt die arrhythmogene Wirkung von Herzglykosiden. Aldosteronantagonisten, kaliumsparende Diuretika, ACE-Hemmer, nichtsteroidale Antiphlogistika und periphere Analgetika vermindern die renale Kaliumausscheidung.
  • Anticholinergika hemmen die Darmmotilität und erhöhen bei gleichzeitiger Anwendung die (geringe) Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen in Magen und Darm.
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