PTA-Forum online Avoxa
instagram facebook

Psychopharmaka
-
Keine Furcht vor Medikamenten

Weltweit zählen Depressionen, Angststörungen oder Psychosen zu den häufigsten Erkrankungen. Dank Psychopharmaka können viele Betroffene wieder ein selbstständiges Leben führen. Doch keine andere medikamentöse Therapie ist mit so vielen Vorbehalten und Ängsten behaftet. Die PTA braucht für die Beratung der Patienten daher nicht nur Einfühlungsvermögen, sondern vor allem fachliche Kompetenz.
AutorKontaktChristina Brunner
Datum 09.06.2023  15:00 Uhr

Pflanzliche Alternativen

Als leichte pflanzliche Beruhigungsmittel kann PTA Präparate mit Baldrian, Hopfen, Melisse und Passionsblume empfehlen. Ihre Wirkung ist gut untersucht. Das gilt auch für die pflanzlichen Psychopharmaka mit Johanniskrautextrakt und Lavendelöl. Letzteres kann bei angstbesetzten Unruhezuständen empfohlen werden; Johanniskraut bei vorübergehenden depressiven Verstimmungen. PTA sollte im Hinblick auf Wechselwirkungen mit Johanniskraut die weitere Medikation abfragen. Interaktionen und Wirkminderung treten zum Beispiel bei Phenprocoumon, oralen Kontrazeptiva, trizyklischen Antidepressiva, Ciclosporin, Theophyllin und Digoxin auf. Ein weiterer wichtiger Tipp: Aufgrund der fotosensibilisierenden Eigenschaften sollten Patienten während der Einnahme von hoch dosierten Johanniskraut-Präparaten auf intensive Sonnenbäder verzichten. Allerdings ist das Risiko für Reaktionen deutlich geringer als lange Zeit angenommen.

TEILEN
Datenschutz

Mehr von Avoxa