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Neue Studie
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Lässt Covid-19 die Gefäße altern?

Eine Infektion mit dem Coronavirus könnte auch Auswirkungen auf die Blutgefäße haben. Was Forschende in einer neuen Studie herausgefunden haben.
AutorKontaktdpa
Datum 19.08.2025  16:00 Uhr

Eine Covid-Infektion könnte die Blutgefäße einer Studie zufolge schneller altern lassen. Frauen seien davon stärker betroffen als Männer, ebenso wie Menschen, die unter Long Covid leiden, schreiben die Autoren einer in der Fachzeitschrift »European Heart Journal« erschienenen Studie. Mit dem Alter werden die Blutgefäße steifer. Steifere Blutgefäße erhöhen Fachleuten zufolge das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchten in ihrer Studie 2390 Menschen aus 16 Ländern in dem Zeitraum zwischen September 2020 und Februar 2022. Unterschieden wurde zwischen Menschen, die nicht an Covid erkrankt waren, mit mildem Verlauf, die mit Covid auf der Normalstation behandelt wurden und Menschen, die wegen Covid auf die Intensivstation kamen.

Die Forschenden untersuchten jeweils das Alter der Blutgefäße mit einem Gerät, das misst, wie schnell eine Blutdruckwelle sich von der Halsschlagader zu den Oberschenkelarterien bewegt. Je höher dieser Wert, umso steifer sind die Blutgefäße und deren Alterseinstufung. Die Messungen erfolgten sechs und zwölf Monate nach einer Covid-Infektion. einbezogen wurden auch andere Faktoren, welche das Alter der Blutgefäße beeinflussen können.

Alterungseffekt vor allem bei Frauen

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Blutgefäße bei denjenigen Gruppen, die mit Covid infiziert waren, im Schnitt steifer waren als bei denen, die sich nie infiziert hatten. Dies traf auch auf die Gruppe der Studienteilnehmer zu, die nur einen milden Krankheitsverlauf hatten. Wer sich gegen Corona hatte impfen lassen, hatte im Schnitt weniger steife Gefäße als Ungeimpfte.

Stark sichtbar war der Unterschied bei Frauen. Bei Männern gab es hingegen keinen signifikanten Unterschied. Den Autoren zufolge könnte das daran liegen, dass wohl mehr Männer mit Covid starben und es unter den männlichen Studienteilnehmern mit Corona-Infektion somit einen »Überlebens-Bias« geben könnte. Insgesamt habe sich der Alterungseffekt bei Infizierten jedoch nach einiger Zeit mitunter stabilisiert oder nachgelassen.

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