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Wertvoller Eiweißlieferant
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Linsen sind altbewährt und topmodern

Linsen zählen zu den proteinreichsten pflanzlichen Lebensmitteln und spielen seit Langem eine wichtige Rolle in der menschlichen Ernährung. Sie liefern hochwertiges pflanzliches Eiweiß, reichlich Ballaststoffe sowie wichtige Mikronährstoffe – und sind damit besonders, aber nicht nur für vegetarische und vegane Ernährungsformen geeignet.
AutorKontaktAndrea Pütz
Datum 03.02.2026  08:00 Uhr

Linsen stammen aus dem Vorderen Orient und wurden dort bereits vor mehr als 8000 Jahren kultiviert. Damals zählten sie zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln: Sie galten als sättigend, lange haltbar und nahrhaft und spielten insbesondere in Zeiten knapper Ressourcen eine zentrale Rolle. Eine der bekanntesten Anekdoten zu ihrer Bedeutung findet sich im Alten Testament: Dort verkauft Esau sein Erstgeburtsrecht für ein frisch gekochtes »rotes Linsengericht«, das Jakob zubereitet hatte – vermutlich ein einfacher, warmer Linseneintopf. Die Szene gilt bis heute als Sinnbild dafür, welchen hohen Stellenwert diese unkomplizierte, aber energiereiche Mahlzeit bereits damals besaß.

Botanisch zählen Linsen zu den Hülsenfrüchten (Fabaceae) aus der Familie der Schmetterlingsblütler (Faboideae). Die einjährige Pflanze bildet flache Hülsen mit ein bis zwei linsenförmigen Samen. Sie gedeiht bevorzugt in trockenen, warmen Regionen auf eher nährstoffarmen Böden. Geerntet wird, sobald die Pflanzen vollständig ausgereift und getrocknet sind – eine robuste Anbauweise, die Linsen seit jeher zu einem verlässlichen Grundnahrungsmittel macht.

Reich an Nährstoffen

Ernährungsphysiologisch überzeugen Linsen durch ihre hohe Nährstoffdichte: Sie liefern komplexe Kohlenhydrate bei gleichzeitig geringem Fettgehalt und enthalten eine Vielzahl an Mikronährstoffen, darunter Eisen, Magnesium, Kalium, Zink sowie Folsäure. Darüber hinaus enthalten Linsen – je nach Sorte – relevante Mengen sekundärer Pflanzenstoffe. Dazu zählen vor allem Polyphenole und Flavonoide, die antioxidative Eigenschaften besitzen und entzündungshemmend wirken können. Dunklere Linsensorten wie grüne oder braune Linsen sind besonders reich an phenolischen Verbindungen, während rote Linsen geringere, aber dennoch relevante Mengen enthalten.

Einen besonderen Stellenwert haben die Ballaststoffe: Mit rund 15 bis 18 g/100 g Trockengewicht zählen Linsen zu den ballaststoffreichsten Grundnahrungsmitteln. Diese fördern die Darmgesundheit, unterstützen ein günstiges Mikrobiom und verlangsamen die Glucoseaufnahme. Das stabilisiert den Blutzuckerspiegel, verlängert die Sättigung und ist sowohl präventiv als auch therapeutisch relevant, etwa bei Diabetes mellitus Typ 2.

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