Dass in früheren Untersuchungen teilweise ein Zusammenhang zwischen neurologischen Entwicklungsstörungen und Paracetamol in der Schwangerschaft gesehen worden war, sei somit vermutlich auf andere Faktoren zurückzuführen gewesen, schlussfolgern die Autoren. Als Auslöser infrage kämen etwa Schmerzen, Fieber oder eine genetische Veranlagung der Mutter.
Auch die Autoren eines begleitenden Kommentars betonen, dass die »stärkste epidemiologische Evidenz« gegen eine Risikoerhöhung durch Paracetamol spreche. Die Studie bestätige, dass Paracetamol in der Schwangerschaft eine wichtige und evidenzbasierte Therapieoption bei Schmerzen und Fieber sei – insbesondere in Fällen, in denen ein unbehandelter fiebriger Infekt der Mutter ein Risiko für das ungeborene Kind darstelle.