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Hautschutz
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Photosensibilisierung durch Medikamente

Der Sommer steht vor der Tür und somit werden die Sonnenstunden länger. Doch Vorsicht ist geboten, denn bestimmte Arzneimittel können die Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht erhöhen und teils starke Hautreaktionen verursachen. Ein genauer Blick auf die Medikation lohnt sich, um dem Kunden vorbeugende Maßnahmen zu empfehlen.
AutorKontaktMichelle Haß
Datum 22.06.2020  16:00 Uhr

Akut behandeln

Ist es doch einmal passiert und ein Kunde in der Apotheke klagt akut über phototoxische Hautreaktionen können topische Glucocorticoide gegebenenfalls in Kombination mit Antiseptika die Beschwerden lindern. Betroffene sollten die Sonne strikt meiden und die Reaktion beim nächsten Arztbesuch ansprechen. Die verursachenden Medikamente dürfen ohne ärztliche Rücksprache nicht abgesetzt werden.

Eine besondere Art der Photosensibilisierung ist die photoallergische Reaktion. Im Vergleich zur phototoxischen Reaktion tritt sie eher selten auf und lässt sich nicht immer eindeutig von ihr unterscheiden. Bei einer photoallergischen Reaktion handelt es sich um eine immunologische Hypersensibilitätsreaktion. Sie kann am ganzen Körper auftreten, das bedeutet auch an Stellen, die nicht direkter Sonnenstrahlung ausgesetzt waren. Wie bei den meisten allergischen Reaktionen äußert auch sie sich verzögert, nach vorangegangener Antigenbildung. Als Mechanismus vermuten Wissenschaftler, dass die photosensibilisierende Substanz in Anwesenheit von UV-A-Strahlung kovalent an körpereigene Proteine bindet. Dadurch entsteht ein so genanntes Photoantigen, das bei erneuter Sonnenexposition eine immunologische Reaktion hervorruft.

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