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Pickel durch Social Media

Es ist schon erstaunlich: Die meisten Informationen zum Thema Haut werden in sozialen Netzwerken von medizinischen Laien weitergegeben. Das bleibt nicht ohne Nebenwirkungen. Professorin Dr. Claudia Borelli von der Hautklinik in Tübingen berichtete über Kosmetiktrends und deren Folgen für die dermatologische Sprechstunde.
AutorKontaktElke Wolf
Datum 22.10.2025  08:00 Uhr

Klare Handlungsanweisungen geben

Um Zugang zu dieser Patientengruppe zu finden, empfahl die Dermatologin, Trends von Social Media zumindest zu kennen. Das helfe bei der Patientenberatung in der Sprechstunde. »Das heißt nicht, dass man bei Trends immer vorne mit dabei sein muss. Aber wir Hautärzte – aber auch die Apothekenteams – erreichen die Jungen sonst nicht, wenn wir gar nicht auf Social Media unterwegs sind.« Den Tipp ihres spanischen Kollegen Dr. Mario Toledo Lelevier könne sie nur unterstreichen: »Social Media needs more science, not more noise.« @Dermariomx hat mehr als 1 Millionen Follower bei Instagram und 400 000 bei Facebook.

Borelli empfahl, den Patienten klare Behandlungsanweisungen an die Hand zu geben. Es sei hilfreich, den Verbraucher darüber aufzuklären, was wissenschaftlich erwiesen ist und was nicht und auf mögliche Quellenhinweise zu achten. Und es lohne sich, beim Patienten nachzuhaken, »was sonst noch substituiert oder konsumiert wird, also etwa Kreatin oder Proteinpülverchen«. Gerade bei Akne sei der Trend zu proteinreicher Ernährung mit Linsennudeln, Skyr und Fleisch nicht gerade förderlich. Dann lasse sich das Hautbild selbst mit Isotretinoin nur schwer bessern.

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