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Fragen und Antworten zu DiGA
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Psychische Probleme per App behandeln

Patienten, die Depressionen oder Angststörungen haben, finden nicht immer auf Anhieb einen Therapieplatz. Hier sollen Apps, sogenannte Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA), helfen – bezahlt von der Krankenkasse. 
AutorKontaktdpa
Datum 24.02.2025  14:00 Uhr

Wem und wie hilft eine DiGA?

DiGA richten sich an Menschen mit leichter bis mittelschwerer psychischer Belastung, die an ihrer Genesung arbeiten möchten. Sie können beispielsweise hilfreich sein für:

  • Menschen, die eine leichtere Form einer Erkrankung haben
  • Patienten auf einer Warteliste für eine Therapie, um die Wartezeit zu überbrücken.

Wie funktionieren DiGA?

Für psychische Erkrankungen konzipierte DiGA basieren meist auf Methoden der Verhaltenstherapie und bieten Funktionen wie:

  • Geführte Selbsthilfeprogramme: Interaktive Übungen basierend auf kognitiver Verhaltenstherapie sollen helfen, Denkmuster zu erkennen und zu verändern.
  • Tagebuch- und Tracking-Funktionen: In manche Anwendungen können Nutzer Stimmungen, Ängste oder Schlafverhalten dokumentieren und so Entwicklungen nachvollziehen.
  • Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen: Angeleitete Meditationen oder Atemübungen sollen etwa helfen, Stress zu reduzieren.
  • Wissen und Psychoedukation: Betroffene erhalten fundierte Informationen über ihre Erkrankung und lernen, mit Symptomen umzugehen.

So können sie beispielsweise in leichteren Fällen einer Angsterkrankung hilfreich sein, so Gerhild Rausch-Riedel, Vorsitzende des Bundesverbands der Vertragspsychotherapeuten (bvvp).

Wie das funktioniert, erklärt die Psychologin Lara Ebenfeld. Sie beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren mit der Entwicklung solcher digitaler Programme – erst als Doktorandin in der Erforschung und Entwicklung digitaler Trainings bei psychischen Erkrankungen, dann als Psychologin bei einem Unternehmen, das als Ausgründung dieser Forschungen entstand und DiGAs beispielsweise zur Behandlung von Angstzuständen anbietet: »Die Patienten bekommen nicht nur theoretisches Wissen über ihre Erkrankung und setzen sich aktiv damit auseinander, sondern sind auch angehalten, ihre Ängste in sogenannten ›Mutprojekten‹ anzugehen. Dadurch kann die korrigierende Erfahrung gemacht werden, dass die Ängste aushaltbar sind und sogar von alleine weniger werden, wenn man sie zulässt.«

Konkret bedeutet dies, dass der Patient jede Woche online eine Einheit durcharbeitet, seine Situation reflektiert und dabei psychologisches Feedback erhält und bei Rückfragen mit einer Psychologin oder einem Psychologen in Kontakt treten kann. Eigeninitiative und Disziplin müssen die Nutzerinnen und Nutzer mitbringen, denn: »Das ist wahrlich keine einfache Aufgabe und ein Transfer des Gelernten in den Alltag ist für den Erfolg der DiGA besonders wichtig«, sagt Lara Ebenfeld.

DiGA haben eine praktische Komponente: »Sie sind ein sehr niederschwelliges Angebot, denn sie sind anonym, jederzeit abrufbar und können bequem von zu Hause aus wahrgenommen werden«, erklärt Ebenfeld – »oder eben dort, wo man beispielsweise die Panikattacke bekommt.«

Die Stiftung Warentest hat in ihren Untersuchungen bereits mehrere DiGA positiv bewertet, darunter HelloBetter Panik und Velibra bei Angstzuständen sowie Deprexis bei Depressionen.

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