Kopfschmerzen, Schwindel, Licht- und Lärmempfindlichkeit sind mögliche Symptome einer Gehirnerschütterung. / © Getty Images/Jacob Wackerhausen
Macht der Kopf Bekanntschaft mit dem Küchenschrank oder dem Boden, ist das zwar schmerzhaft, in den meisten Fällen aber unbedenklich. »Die leichteste Form des Kontakts ist die sogenannte Schädelprellung. Die betrifft das Gehirn nicht«, sagt Frank Erbguth. Ist der Schlag jedoch so heftig, dass auch das Gehirn involviert ist, sprechen Mediziner von einem Schädel-Hirn-Trauma, das drei verschiedene Schweregrade haben kann.
Die leichteste und häufigste Form ist im Volksmund als Gehirnerschütterung bekannt. »Dabei wird das Gehirn an die Schädelwand gepresst, wobei Gehirnzellen kurzfristig in ihrer Funktion beeinträchtigt werden können. Salopp gesagt, ist das wie ein temporärer Softwareschaden«, sagt Erbguth.
In Deutschland gebe es Studien zufolge jährlich etwa 500.000 Schädelhirnverletzungen, sagt Eckhard Rickels von der ZNS-Stiftung – Hilfe für Menschen mit Schädelhirntrauma. Ungefähr 90 Prozent davon seien leichte Traumata.
Bei einem Schädel-Hirn-Trauma kommt es in der Regel zu Bewusstseinsstörungen. Das unterscheidet es per Definition von der einfachen Schädelprellung. Neben Bewusstlosigkeit oder Benommenheit können sich auch folgende Symptome zeigen:
Experten des LMU Klinikums München und der »ZNS-Stiftung – Hilfe für Menschen mit Schädelhirntrauma« haben den sogenannten KEKS-Test entwickelt. Wofür die einzelnen Buchstaben stehen:
Tritt eines oder gleich mehrere der Symptome nach einer Kopfverletzung auf, spricht das für eine Gehirnerschütterung. Dann gilt: zeitnah von Arzt oder Ärztin abklären lassen.