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Kopf gestoßen
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Schädel-Hirn-Trauma oder nur Prellung?

Den Kopf stößt man sich schnell. Oft bleibt es bei einem Schrecken, manchmal ist aber auch eine Gehirnerschütterung die Folge. Wie erkennt man, wie ernst die Lage ist? Neurochirurg Professor Eckhard Rickels und Neurologe Professor Frank Erbguth geben Antworten auf die wichtigsten Fragen.
AutorKontaktdpa
Datum 26.02.2026  16:00 Uhr

Was passiert bei einer Gehirnerschütterung?

Macht der Kopf Bekanntschaft mit dem Küchenschrank oder dem Boden, ist das zwar schmerzhaft, in den meisten Fällen aber unbedenklich. »Die leichteste Form des Kontakts ist die sogenannte Schädelprellung. Die betrifft das Gehirn nicht«, sagt Frank Erbguth. Ist der Schlag jedoch so heftig, dass auch das Gehirn involviert ist, sprechen Mediziner von einem Schädel-Hirn-Trauma, das drei verschiedene Schweregrade haben kann.

Die leichteste und häufigste Form ist im Volksmund als Gehirnerschütterung bekannt. »Dabei wird das Gehirn an die Schädelwand gepresst, wobei Gehirnzellen kurzfristig in ihrer Funktion beeinträchtigt werden können. Salopp gesagt, ist das wie ein temporärer Softwareschaden«, sagt Erbguth.

In Deutschland gebe es Studien zufolge jährlich etwa 500.000 Schädelhirnverletzungen, sagt Eckhard Rickels von der ZNS-Stiftung – Hilfe für Menschen mit Schädelhirntrauma. Ungefähr 90 Prozent davon seien leichte Traumata.

Was sind typische Symptome?

Bei einem Schädel-Hirn-Trauma kommt es in der Regel zu Bewusstseinsstörungen. Das unterscheidet es per Definition von der einfachen Schädelprellung. Neben Bewusstlosigkeit oder Benommenheit können sich auch folgende Symptome zeigen:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel, Übelkeit, Erbrechen
  • Erinnerungsstörungen
  • plötzliches Schwitzen
  • Kreislaufbeschwerden
  • Licht- und Lärmempfindlichkeit
  • Reizbarkeit
  • Ermüdung
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