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Kopf gestoßen
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Schädel-Hirn-Trauma oder nur Prellung?

Den Kopf stößt man sich schnell. Oft bleibt es bei einem Schrecken, manchmal ist aber auch eine Gehirnerschütterung die Folge. Wie erkennt man, wie ernst die Lage ist? Neurochirurg Professor Eckhard Rickels und Neurologe Professor Frank Erbguth geben Antworten auf die wichtigsten Fragen.
AutorKontaktdpa
Datum 26.02.2026  16:00 Uhr

Kann es zu Spätfolgen kommen?

Ja, das ist möglich. In den allermeisten Fällen lassen die Symptome eines leichten Schädelhirntraumas innerhalb von wenigen Tagen nach. »Wer aber nach drei Monaten noch immer Symptome hat, gehört vielleicht zu den fünf Prozent der Betroffenen, die Spätfolgen entwickeln«, sagt Eckhard Rickels.

Wer langfristig unter Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen oder emotionaler Gereiztheit leidet, sollte in jedem Fall einen Facharzt oder eine Fachärztin aufsuchen und ein Bild des Gehirns beziehungsweise neuropsychologische Tests machen lassen, rät der Mediziner. »Dabei geht es auch darum, die Defizite zu benennen, um zu schauen, an welcher Stelle man weiterhelfen kann.«

Wer regelmäßig Gehirnerschütterung erleidet oder innerhalb kurzer Zeit mehrfach betroffen ist, läuft eine deutlich größere Gefahr, Spätfolgen zu entwickeln. »Wiederholte Traumata können am Ende zu einer Art Demenzentwicklung oder Parkinson führen«, sagt Frank Erbguth.

Was kann man tun, um einer Gehirnerschütterung vorzubeugen?

Ganz und gar lassen sich Kopfverletzungen im Alltag wohl kaum verhindern. Dennoch gibt es Ratschläge, die man beherzigen kann. Darunter die Klassiker: beim Radfahren den Helm aufsetzen und im Auto unbedingt anschnallen.

Älteren Personen rät Neurochirurg Rickels, Stolperfallen zu beseitigen und eine möglichst hohe Sicherheit im Alltag zu gewährleisten. Und: In puncto Sport sollten Trainer und Eltern sensibilisiert mit dem Thema umgehen.

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