| Juliane Brüggen |
| 25.04.2022 14:30 Uhr |
Auf die hygienischen Bedingungen bei Produktion, Lagerung, Transport und Verkauf haben Verbraucher keinen direkten Einfluss. Im Haushalt helfen aber schon einfache Maßnahmen, einer Salmonellen-Infektion vorzubeugen, beispielsweise alle Lebensmittel, die viel Eiweiß und Wasser enthalten, unterhalb 10 °C aufzubewahren oder > 70 °C warmzuhalten. Viele Tipps für Verbraucher zum Schutz vor Lebensmittelinfektionen finden sich in einer Broschüre des BfR.
Salmonellen sind meist bewegliche, gramnegative Stäbchen. Eine Infektion mit nichttyphoidalen Salmonellen führt beim Menschen in der Regel zu einer akuten Darmentzündung, auch Salmonella-Enteritis oder Salmonellose genannt. Es handelt sich um eine klassische Lebensmittelinfektion. Die Erreger kommen hauptsächlich in Tieren vor, die selbst oft keine Symptome haben. Tierische Lebensmittel, die roh oder nicht ausreichend erhitzt sind, lösen die Infektion daher oft aus. Erwachsene scheiden Enteritis-Salmonellen durchschnittlich einen Monat aus, Kinder unter fünf Jahren sieben Wochen oder länger. Im Gegensatz zu nichttyphoidalen Salmonellen rufen Salmonella Typhi und Salmonella Paratyphi A, B oder C systemische Infektionen mit Darmbeteiligung hervor.