Viele Brustkrebs- und damit auch Todesfälle wären vermeidbar. / © Getty Images/BSIP/UIG
Viele Todesfälle durch Brustkrebs sind einer Studie zufolge vermeidbar. Mehr als ein Viertel (28 Prozent) der insgesamt an Brustkrebs verlorenen gesunden Lebensjahre seien auf sechs Risikofaktoren zurückzuführen, auf die man Einfluss nehmen könne, heißt es in einer im Fachjournal »The Lancet Oncology« veröffentlichten Studie.
Im Jahr 2023 seien weltweit 2,3 Millionen Brustkrebs-Erkrankungen neu festgestellt worden, schreibt das Forschungsteam um Lisa Force von der University of Washington in Seattle. 764.000 Frauen seien an der Erkrankung gestorben. Das Team berechnete nun exemplarisch, welchen Anteil vermeidbare Risikofaktoren an den 24 Millionen gesunden Lebensjahren hatten, die 2023 durch Erkrankung oder frühzeitigen Tod durch Brustkrebs verloren gingen.
Dies bedeute, dass man mit einem gesunden Lebensstil ohne Rauchen, aber mit viel Bewegung und einem gesunden Gewicht den Verlust gesunder Lebensjahre durch die Krankheit vermeiden könne, heißt es in der Studie. Allerdings gibt es auch genetische und andere nicht beeinflussbare Ursachen für die Krebsart.
Zwischen 1990 und 2023 habe sich die Krankheitslast durch die Risikofaktoren Alkohol und Tabak zwar deutlich verringert – nämlich um 47 Prozent beziehungsweise 28 Prozent, heißt es weiter. Bei den anderen Faktoren gebe es bislang allerdings keine solche positive Entwicklung, halten die Autoren fest.