PTA-Forum online Avoxa
instagram facebook

Krebsrisiko lässt sich senken
-
Sechs Faktoren, die bei Brustkrebs eine Rolle spielen

Eine aktuelle Studie hat sechs beeinflussbare Faktoren identifiziert, die eine zentrale Rolle bei Brustkrebs spielen. Dadurch eröffnen sich konkrete Möglichkeiten, das Erkrankungsrisiko zu senken.
AutorKontaktdpa
Datum 05.03.2026  10:00 Uhr

Brustkrebs ist der häufigste Krebs bei Frauen

Brustkrebs ist bei Frauen der häufigste Krebs. Bis zum Jahr 2050 wird die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen dem Forschungsteam zufolge voraussichtlich um ein Drittel auf 3,5 Millionen steigen. Die Zahl der Todesfälle wird ebenfalls zunehmen, auf fast 1,4 Millionen pro Jahr.

»Während Frauen in reicheren Ländern in der Regel von Vorsorgeuntersuchungen, einer frühzeitigen Diagnose und umfassenden Behandlungsstrategien profitieren, verlagert sich die zunehmende Belastung durch Brustkrebs in ärmere und Schwellenländer«, erklärt Erstautorin Kayleigh Bhangdia von der University of Washington. »Dort wird die Krankheit oft erst in einem späteren Stadium diagnostiziert, und die Betroffenen haben nur eingeschränkten Zugang zu guter Versorgung und sterben häufiger an der Krankheit.«

Brustkrebsfälle in Deutschland nehmen zu – doch: Sterblichkeit sinkt

Die Studie liefert auch Daten für Deutschland: Demnach ist die um Alterseffekte bereinigte Inzidenz – also die Zahl der Brustkrebsfälle pro 100.000 Frauen – zwischen 1990 und 2023 um knapp 22 Prozent auf rund 100 Fälle pro 100.000 Frauen gestiegen. Die ebenfalls altersbereinigte Sterblichkeitsrate ist im gleichen Zeitraum in Deutschland hingegen um rund 23 Prozent auf etwa 22 Fälle pro 100.000 Frauen gesunken.

Dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge gibt es pro Jahr in Deutschland etwa 75.000 Neuerkrankungen. Etwa eine von 8 Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens, etwa 18.500 Frauen jährlich sterben daran. Damit ist auch hierzulande Brustkrebs die häufigste Krebsart bei Frauen. Je früher ein Tumor erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Das Forschungsteam der aktuellen Studie sieht in seinen Erkenntnissen Potenzial für eine erfolgreiche Vorbeugung: »Da mehr als ein Viertel der weltweiten Brustkrebsfälle mit sechs veränderbaren Lebensgewohnheiten in Verbindung stehen, gibt es enorme Möglichkeiten, das Brustkrebsrisiko für die nächste Generation zu senken«, betont die beteiligte Forscherin Marie Ng von der National University of Singapore. So könnten Gesundheitspolitik gezielter ausgerichtet und Einzelne besser beraten werden, etwa um Übergewicht zu reduzieren oder den Blutzucker zu senken.

TEILEN
Datenschutz

Mehr von Avoxa