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Bakterien im Essen
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So schützt man sich vor Salmonellen

Man sieht, riecht und schmeckt sie nicht – und genau das ist die Krux mit Salmonellen. Die Bakterien im Essen können Durchfall, Kopf- und Bauchschmerzen, Erbrechen und leichtes Fieber verursachen. Für manche Menschen kann das gefährlich sein. Aber wie kann man sich überhaupt mit Salmonellen vergiften? Und wie schützt man sich?
AutorKontaktdpa
Datum 26.11.2020  10:45 Uhr

Symptome einer Salmonellenvergiftung

Eine Salmonellose mache sich vor allem mit plötzlichem Durchfall bemerkbar, sagt Harald Seitz vom Bundeszentrum für Ernährung. Kopf- und Bauchweh, Erbrechen und leichtes Fieber können noch dazu kommen. Die Symptome beginnen 6 bis 72 Stunden nach dem Essen der befallenen Speisen und können über mehrere Tage anhalten.

Gefährlich ist eine Salmonellenvergiftung vor allem für kleine Kinder, Schwangere, ältere sowie immungeschwächte Menschen. Wer eine Salmonellose bei sich vermutet, sollte unbedingt zum Arzt gehen, denn es handelt sich um eine meldepflichtige Erkrankung. Im Jahr 2018 erkrankten laut dem Robert Koch-Institut (RKI) 15.732 Menschen in Deutschland. »Die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen, denn mit zwei Tagen leichtem Magen-Darm gehen wahrscheinlich diewenigsten zum Arzt«, sagt Seitz.

Ausreichend erhitzen und separate Küchenutensilien verwenden

Mit Salmonellen kontaminierte Lebensmittel erkennt man weder am Geruch noch an Verfärbungen oder ähnlichem, sagt Wissenschaftler Szabo. Deshalb sei es auch so wichtig zu wissen, dass sich auf rohen Lebensmitteln Salmonellen befinden können. Absolut wichtig sind eine gute Küchenhygiene sowie die Temperaturen beim Transport, bei der Lagerung und Zubereitung, betont Szabo.

Laut BfR vermehren sich Salmonellen bei Temperaturen zwischen 10 und 47 Grad Celsius. Eier und Fleisch gehören immer in den Kühlschrank. »Für das richtige Erhitzen gibt es eine einfache Richtlinie«, sagt Szabo. »Bei der Erhitzung sollten mindestens 70 Grad für zwei Minuten an allen Stellen des Lebensmittels erreicht werden.« Wer ganz sicher sein möchte, kann die Gar-Temperatur mit einem Thermometer checken, dessen Spitze ins Fleisch gesteckt wird.

In Sachen Küchenhygiene rät Seitz, unterschiedliche Bretter und Messer für das Schneiden von Fleisch und Salat zu verwenden. Die Schneidebretter sollten möglichst glatt sein und keine Einschnitte haben, weil die Salmonellen in den Ritzen mitunter überleben, obwohl man die Bretter abwäscht. Noch ein Tipp des Experten: »Den Abwasch trocknen lassen.« Der Grund: Fast alle Mikroorganismen brauchen Feuchtigkeit, um zu wachsen und zu überleben.

Wäsche, die in der Küche zum Einsatz kam, sollte bei 60 oder noch besser bei 90 Grad gewaschen werden. »Gerade der Küchenschwamm ist ein Paradies für Keime, man sollte ihn mindestens einmal pro Woche wechseln«, rät Szabo. Und natürlich sollte man beim Kochen häufig und gründlich Händewaschen.

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