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Repellentien
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So wird Insektenschutzmittel richtig angewendet

Sommerzeit ist Mückenzeit: Nicht mehr lange, und wir dürfen uns wieder auf die unerwünschten abendlichen Besucher einstellen, die es mit ihrem Sirren nicht nur auf unsere Nerven, sondern in erster Linie auf unser Blut abgesehen haben. Zum Glück gibt es Mittel und Wege, sich die stechenden Biester vom Leib zu halten. Welche Repellentien es gibt und wie sie richtig angewendet werden.
AutorKontaktKatja Egermeier
Datum 05.06.2023  11:30 Uhr

Die Wirkstoffe im Einzelnen

DEET, der älteste der vier Wirkstoffe, gilt als eines der wirksamsten Repellentien. Es wirkt konzentrationsabhängig bis zu acht Stunden zuverlässig gegen Bremsen, Fliegen und Stechmücken (ab 20 Prozent auch gegen tropische) sowie (weniger) gegen Zecken. Zugelassen ist es je nach Konzentration auch für Kinder ab drei Jahren. Es können Hautreizungen und bei falscher Anwendung Neurotoxizität auftreten.

Icaridin wird weniger stark resorbiert und ist hautverträglicher als DEET. Icaridin wirkt konzentrationsabhängig bis zu acht Stunden gegen Stechmücken und bis zu fünf Stunden gegen Zecken – gegen letztere besser als DEET. Zugelassen ist es in der Regel für Kinder ab zwei Jahren sowie – je nach Herstellerangabe – in der Schwangerschaft und Stillzeit. In seltenen Fällen können Überempfindlichkeitsreaktionen und Nasenbluten auftreten.

PMD beziehungsweise Citriodiol® ist ein Bestandteil des ätherischen Zitronen-Eukalyptusöls, der auch synthetisch hergestellt werden kann. Es wirkt gegen Stechmücken und Zecken, allerdings schwächer und kürzer als DEET und Icaridin. Je nach Konzentration kann es auch bei Kindern ab einem Jahr sowie nach Rücksprache mit dem Arzt in der Schwangerschaft und Stillzeit angewendet werden. Zu beachten ist, dass PMD/Citriodiol die Augen stark reizen und bei empfindlichen Menschen Hautreizungen hervorrufen kann.

Nicht tropentauglich, aber hierzulande gut und bis zu vier Stunden wirksam ist EBAAP. Neben Bremsen, Fliegen, verschiedenen Mücken und Zecken wehrt es auch Bienen und Wespen ab. Je nach Produkt kann es bereits bei Kindern ab zwei Monaten und in der Schwangerschaft angewendet werden. Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt.

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