Ob nach einem üppigen Gänsebraten, nachts oder in der Schwangerschaft. Bei Sodbrennen ist schnelle Hilfe gefragt. Was PTA empfehlen können, um die Beschwerden rasch und nachhaltig zu lindern und wann ärztlicher Rat gefragt ist.Symptomebrennender Schmerz im Oberbauch oder hinter dem Brustbeinsaures Aufstoßen, schlechter Geschmack im Mund, Hustenreiz oder Schluckbeschwerdenunangenehmes Völlegefühl, Magenschmerzenbei nächtlichem Sodbrennen: Heiserkeit oder Halsschmerzen am MorgenUrsachenRückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre (Reflux), Reizung der Schleimhäutedurch scharfe, zucker- oder fettreiche Mahlzeitengestörter Verschlussmechanismus des unteren Schließmuskels der SpeiseröhreHiatushernien: Teil des Magens rutscht durch einen Zwerchfellbruch nach obenMedikamente wie Glucocorticoide, NSAR oder Calciumantagonisten können Sodbrennen begünstigen; Bisphosphonate können die Speiseröhre direkt schädigen. Stress kann die Schutzwirkung der Magenschleimhaut mindern.Antazida bei gelegentlichen, milden Beschwerdenzur Überbrückung bis zum Wirkungseintritt anderer TherapieAluminium-, Magnesium- und Calciumverbindungen neutralisieren überschüssige Magensäure.Schichtgitter-Antazida wie Magaldrat (wie Maaloxan®, Riopan®) und Hydrotalcit (wie Talcid®) binden zusätzlich Pepsin und Gallensäuren, bilden einen Schutzfilm auf der Magenschleimhaut und erhöhen deren Viskosität.Ein Säure-Rebound durch Calciumcarbonat (wie in Rennie®) – also eine verstärkte Säureproduktion nach der Einnahme – kann bei Einzeldosen über 2 g auftreten. In der üblichen Dosierung ist das jedoch praktisch bedeutungslos.Alginate (wie in Gaviscon Dual®) bilden einen Gelschaum, der auf dem Mageninhalt schwimmt und als physikalische Barriere gegen Rückfluss wirkt.Feigenkaktus-Extrakt (wie in Refluthin®) bildet zusätzlich einen mukoadhäsiven Film, der sich schützend auf die Speiseröhrenschleimhaut legt.Alle Antazida zwei Stunden nach den Mahlzeiten und vor dem Schlafengehen und mit zwei Stunden Abstand zu anderen Arzneimitteln einnehmen.Suspensionen gut durchkneten, Kautabletten gründlich zerkauen.Protonenpumpenhemmer (PPI)Omeprazol, Esomeprazol und Pantoprazol hemmen die Säureproduktion.in der Selbstmedikation zur kurzfristigen Behandlung über maximal zwei Wochenmagensaftresistente Tabletten oder Kapseln: nicht teilen.Einnahme: etwa 30 Minuten vor dem EssenWirkungseintritt verzögert: nach zwei bis drei TagenPPI können den pH-Wert des Magens erhöhen und damit die Absorption anderer Medikamente – etwa einiger Azol-Antimykotika – beeinflussen (besonders bei Langzeitanwendung).Wann zum Arztbei starken, lang anhaltenden oder häufigen Beschwerden sowie SchluckbeschwerdenErbrechen von Blut oder Blut im Stuhlrascher Gewichtsverlust, Fieber oder Beschwerden unter BelastungJugendliche und chronisch KrankeSodbrennen in der Schwangerschaftdurch physiologische und hormonelle Umstellungen häufig, besonders im letzten Trimenonärztliche Abklärung empfohlenvorrangig nicht medikamentöse Maßnahmenbei leichten Beschwerden Antazida möglichPPI nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch einen ArztNicht medikamentöse TippsMehrere kleine statt wenige große Mahlzeiten einnehmen.Nicht kurz vor dem Schlafengehen essen.Alkohol, Nikotin und Kaffee meiden, Stress reduzieren.Auf einschnürende Kleidung am Bauch verzichten.Auf gesunde Ernährung achten, gegebenenfalls Übergewicht reduzieren.Bei nächtlichem Sodbrennen mit erhöhtem Oberkörper und in Linksseitenlage schlafen (Mageneingang liegt rechts, dadurch weniger Reflux).