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Antikörper gegen GPP
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Spesolimab im Handel

Die Firma Boehringer Ingelheim hat das Präparat Spevigo® auf den deutschen Markt gebracht. Darin enthalten ist der neue Antikörper Spesolimab. Es ist hierzulande die erste zugelassene Behandlung, die direkt auf den bei der generalisierten pustulösen Psoriasis (GPP) relevanten Interleukin-36-Signalweg abzielt und diesen hemmt.
AutorSven Siebenand
Datum 09.02.2023  14:00 Uhr
Bei Infektionen kontraindiziert

Bei Infektionen kontraindiziert

Spesolimab kann das Risiko für Infektionen erhöhen. Kontraindiziert ist es deshalb bei Bestehen von klinisch bedeutsamen aktiven Infektionen. Vor Beginn der Behandlung sind die Patienten auf eine Tuberkulose-Infektion zu untersuchen. Sehr häufige Nebenwirkungen sind Infektionen und Reaktionen an der Injektionsstelle. Häufig kommt es zu Juckreiz und Ermüdung.

Laut Fachinformation muss der zeitliche Abstand zwischen dem Erhalt von Lebendimpfstoffen und dem Beginn der Spesolimab-Behandlung mindestens vier Wochen betragen. Nach der Behandlung mit dem Antikörper sind für einen Zeitraum von mindestens 16 Wochen keine Lebendimpfstoffe zu verabreichen. Als Vorsichtsmaßnahme soll eine Anwendung von Spesolimab während der Schwangerschaft vermieden werden. Das neue Medikament kann – abgesehen von den ersten Tagen nach der Geburt – während der Stillzeit angewendet werden, sofern dies klinisch indiziert ist. Spevigo ist im Kühlschrank bei 2 bis 8 Grad Celsius zu lagern. 

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