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Sport in der Schwangerschaft – was geht?

Schwangerschaft und Sport sind keine Gegensätze. Im Gegenteil: Regelmäßig in Bewegung zu kommen, tut der werdenden Mutter und ihrem Kind sogar gut. Welche Sportarten eignen sich?
AutorKontaktdpa
Datum 19.02.2026  16:00 Uhr

Sportlich aktive Frauen, die schwanger werden, bekommen nicht per se die Rote Karte gezeigt. Dennoch: Mit manchen Sportarten ist erst einmal Schluss. Und wie so oft im Leben sind das richtige Maß und ein sorgfältiges Hineinhorchen in den Körper gefragt. Zwei Fachleute über Chancen und Möglichkeiten, Grenzen und Gefahren.

Welche positiven Effekte hat Bewegung in der Schwangerschaft auf Mutter und Kind?

Einige, wie Studien zeigen. Zum einen tut Bewegung der Mutter gut, sagt Klaus Doubek, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe. »Bewegung verbessert die Ausdauer, stärkt Muskulatur und Kreislauf und kann typische Beschwerden wie Rückenschmerzen oder Wassereinlagerungen lindern.«

Bewegung senkt außerdem das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes oder Bluthochdruckerkrankungen. Und sie schafft gute Voraussetzungen dafür, dass sich der Babybauch nach der Geburt gut rückbilden kann. Nicht zu vergessen, dass es auch eine psychologische Seite gibt: »Sporttreibende Schwangere haben weniger Stimmungsschwankungen«, sagt Psychologin Marion Sulprizio von der Deutschen Sporthochschule Köln. Nicht zuletzt deshalb, weil sie mit den körperlichen Veränderungen wie weniger Beweglichkeit oder Wassereinlagerungen besser klarkommen. Sport zu treiben steigere darüber hinaus die Selbstwirksamkeit der Frau, also das Vertrauen, durch eigenes Handeln etwas bewirken zu können.

Sogar das Baby im Bauch profitiert vom Sport der Mama. »Studien zeigen, dass Bewegung bei der Schwangeren unter anderem zu einer verbesserten Durchblutung der Plazenta und zu messbaren Verbesserungen der Herz- und Kreislauffunktion des ungeborenen Kindes führen kann«, sagt Klaus Doubek, der Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte ist.

Laut Marion Sulprizio verringert sich durch Bewegung in der Schwangerschaft sowohl das Risiko, ein sehr schweres Baby zur Welt zu bringen, als auch das Risiko, dass das Kind später übergewichtig wird.

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