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Spätestens im April
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Startschuss für Corona-Impfung in Arztpraxen

Deutschlandweit bereiten sich alle Beteiligten auf die Corona-Impfung in den Arztpraxen vor. Der Startschuss ist nach Beschlüssen von Bund und Länder für Ende März oder spätestens Anfang April geplant. Großhandel und Apotheken haben sich bereits Gedanken darüber gemacht, wie sie den Vertrieb der Vakzine organisieren.
AutorKontaktPZ
AutorKontaktStephanie Schersch
Datum 04.03.2021  09:10 Uhr

Lieferfähigkeit

Für maximale Transparenz drängen beide Seiten zudem auf eine möglichst frühzeitige Kommunikation. »Es ist zwingend erforderlich, vorab Kenntnis über die lieferbaren und zu distribuierenden Impfstoffe nach Art und Menge zu erlangen«, heißt es in dem Papier. Dabei müsse man auch Zubehör in einem entsprechenden Umfang organisieren, darunter Spritzen, Kanülen und Lösemittel. Für die Beschaffung dieser Materialien sind nach der Nationalen Impfstrategie die Bundesländer zuständig. Bei der Verteilung könne der Großhandel unterstützen, schreiben ABDA und Phagro.

Wie viele Impfdosen Deutschland im zweiten Quartal voraussichtlich zur Verfügung stehen werden, zeigt eine Aufstellung aus dem BMG. Demnach rechnet das Ministerium mit mindestens 63,3 Millionen Dosen von April bis Juni. Sollten bis dahin auch Johnson und Johnson sowie Curevac Vakzine auf den Markt gebracht haben, kämen weitere 13,6 Millionen Dosen hinzu. Auch Moderna dürfte zusätzlichen Impfstoff nach Deutschland liefern. Erst kürzlich hatte die EU-Kommission einen Vertrag mit dem US-Konzern über insgesamt 300 Millionen weitere Dosen angekündigt. Rein rechnerisch wird Deutschland damit im zweiten Quartal über durchschnittlich mindestens fünf Millionen Impfdosen pro Woche verfügen.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) arbeitet derweil an einer Lösung für die Dokumentation der Impfungen in den Praxen. Demnach gibt es bereits ein Software-Tool, in das die Ärzte jeden Tag eintragen sollen, wie viele Erst- und Zweitimpfungen sie verabreicht haben. Eine solche, im Vergleich zu den Impfzentren verkürzte Dokumentation ist aus Sicht der Kassenärzte kein Problem, da sie voraussichtlich meist bekannte Patienten impfen würden, deren Daten bereits in der Praxis hinterlegt seien, heißt es bei der KBV. Zuletzt hatten die Kassenärzte erklärt, 50.000 der bundesweit rund 75.000 Arztpraxen könnten theoretisch täglich mehr als eine Millionen Impfungen gegen das Coronavirus stemmen. Dabei soll die in der Impfverordnung verankerte Priorisierung nach den Plänen der Bundesregierung auch Grundlage für die Arbeit der Ärzte sein. Für die tatsächliche Entscheidung über die Impf-Reihenfolge ist demnach letztlich allerdings die ärztliche Einschätzung ausschlaggebend. Damit sollen die Impfungen in dieser Phase grundsätzlich flexibler gehandhabt werden können.

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