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Feigwarzen
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Störend – aber nicht gefährlich

Feigwarzen werden von den Betroffenen meist als störend und hässlich erlebt. Medizinisch betrachtet sind sie allerdings meist relativ harmlos. Kondome reduzieren das Ansteckungsrisiko, schützen jedoch nicht vollständig – den zuverlässigsten Schutz vor den häufigsten verursachenden HPV-Typen bietet die Impfung.
AutorKontaktCarina Steyer
Datum 23.02.2026  10:00 Uhr

Feigwarzen (auch Genitalwarzen, Kondylome oder Condylomata acuminata) zählen weltweit zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen (STI). Ausgelöst werden sie von humanen Papillomviren (überwiegend die Low-Risk-Typen HPV 6 und 11), die durch engen Haut- oder Schleimhaut-Kontakt vor allem beim vaginalen, Oral- oder Analverkehr übertragen werden. Eine Infektion mit einem Hochrisiko-Typ, etwa HPV 16 oder 18, kann dagegen Zellveränderungen auslösen, aus denen sich bösartige Tumoren, beispielsweise im Gebärmutterhals, der Mundhöhle oder im Analbereich, entwickeln können.

In Ausnahmefällen ist eine HPV-Übertragung auch durch Schmierinfektion, zum Beispiel durch gemeinsam genutztes Sexspielzeug oder während der Geburt zwischen Mutter und Kind möglich. Die Viren dringen über Mikroverletzungen in die Haut- oder Schleimhaut ein und infizieren die Epithelzellen der Basalzellschicht.

Die meisten sexuell aktiven Menschen infizieren sich zumindest einmal im Leben mit HPV. Die Zahl der von Feigwarzen Betroffenen liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts jedoch nur bei 1 bis 2 Prozent der sexuell aktiven Erwachsenen zwischen dem 15. und 49. Lebensjahr. Dieser Unterschied rührt daher, dass der größte Teil der HPV-Infektionen keine Beschwerden verursacht, selbstständig ausheilt und die Viren ein bis zwei Jahre nach der Infektion nicht mehr nachweisbar sind. Nur bei wenigen Menschen persistieren die Viren und verursachen Symptome.

Klein und flach: Feigwarzen erkennen

Feigwarzen zeigen sich zunächst als kleine, flache, einzeln oder beetartig angeordnete Knötchen, die nur schwer zu erkennen sind. Betroffen sind in den meisten Fällen der Genitalbereich (Vagina, Vulva, Penis, Skrotum) und Analbereich, manchmal aber auch die Harnröhre, der Analkanal, Enddarm oder Gebärmutterhals. Bei Menschen mit HIV-Infektion treten sie zusätzlich vermehrt im Mund auf.

Werden Feigwarzen nicht behandelt, können sie weiterwachsen und stecknadelkopf- bis mehrere Zentimeter groß werden. Sie treten nun deutlich über die Hautoberfläche hervor, sind weich und weisen eine hahnenkamm- oder blumenkohlartige Form auf. Die Farbe variiert zwischen weißlich-grau, bräunlich bis hin zu rötlich. Zu Beginn der Erkrankung stehen Feigwarzen vereinzelt, im fortgeschrittenen Stadium treten sie meist in Gruppen auf. Einige der Betroffenen spüren einen Juckreiz oder ein Brennen. Manchmal verursachen Feigwarzen auch kleinere Blutungen, Schmerzen oder juckende Entzündungen im Analbereich. Zwischen einer HPV-Infektion und der Ausbildung von Feigwarzen vergehen im Durchschnitt zwei bis drei Monate. Es gibt aber auch kürzere Zeitspannen von zwei Wochen oder längere von acht Monaten.

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