Die Zeit zum Aufwärmen, bevor es die Piste hinunter geht, sollte man sich nehmen. Es fördert die Durchblutung, bringt den Kreislauf in Schwung und die Muskeln können mehr leisten. Auch der Kopf wird wacher und aufmerksamer. / © Getty Images/Srdjan Pavlovic
Für maximalen Spaß und minimale Verletzungsgefahr sollte man den Körper mit ausreichend Vorlauf auf die Skisaison vorbereiten. Das bedeutet: Sechs bis acht Wochen vorher ins Training einsteigen. Das empfiehlt Tobias Baumgart, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und Oberarzt an der Schön Klinik München Harlaching. Geeignet ist hier der Klassiker: Skigymnastik. Doch man kann auch vor Ort einiges tun, damit der Körper möglichst gut durchhält und einem am nächsten Tag nicht der Muskelkater quält.
»Beim Skifahren haben wir eine Mischung aus Kraft- und Ausdauersport – das ist besonders«, sagt Tobias Baumgart. Neben unserem Herz-Kreislauf-System und unseren Muskeln muss aber auch der Kopf ganz schön arbeiten.
Der Sportmediziner zieht einen Vergleich zum Joggen, bei dem »der Kopf die einzelnen Schritte schon fertig gerechnet hat, bevor sie überhaupt geschehen«. Anders beim Skifahren: Zwar greift das Gehirn auch hier auf Erfahrungen zurück, »aber, wenn wir ein kleines Loch in der Piste übersehen oder der Schnee doch nicht so griffig ist, dann muss unser Körper nachjustieren«. Und zwar schnell und mit Kraft – auch das ist durchaus fordernd.
Um acht Uhr am Buffet, um zehn Uhr auf der Piste: So sieht ein gelungenes Frühstücks-Timing aus, »ungefähr zwei Stunden davor«, wie Tobias Baumgart sagt. Basis eines guten Skitag-Frühstücks sind leicht verdauliche Kohlenhydrate. Sie füllen die Glykogenspeicher auf, was dem Körper erlaubt, rasch Energie abzurufen. Haferflocken, Müsli oder Brot sind dabei eine gute Wahl – gern auch in der Vollkornvariante, »wenn man sie verträgt«, so Baumgart, der offizieller Mannschaftsarzt der Deutschen Ski-Nationalmannschaften Alpin, Ski Cross und Freeski ist.
Sinnvoll ist auch, sich am Hotelbuffet ein paar Früchte auf den Teller zu legen: Apfel, Banane, Trauben sind ebenfalls leicht verdaulich und liefern Energie. Kommen nun noch Proteine hinzu, etwa aus Käse, Lachs oder Milchprodukten, ist der Körper gut aufgestellt für den Tag. Keine gute Idee hingegen sind fettreiche Speisen wie etwa das Rührei mit Bacon – sie liegen schwer im Magen. Ähnliches gilt für Rohkost wie Karotten- oder Kohlrabistifte.