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Neueinführungen
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Trio zum Märzbeginn

Am 1. März sind drei Medikamente mit neuen Wirkstoffen in den deutschen Handel gekommen. Darunter befinden sich zwei Antikörper und ein Antisense-Oligonukleotid.
AutorKontaktSven Siebenand
Datum 03.03.2026  12:00 Uhr

Schwellungen an der Haut oder an Schleimhäuten sind das typische Kennzeichen des hereditären Angioödems (HAE). Die Schwellungen können dabei auch lebensbedrohlich sein. Die Ursache der Erkrankung ist, dass zu wenig C1-Esterase-Inhibitor (C1-INH) vorliegt. C1-INH hemmt unter anderem Plasmakallikrein. Zu viel Plasmakallikrein bedeutet im Folgenden auch zu viel Bradykinin, was letztlich zu den charakteristischen Schwellungen führt. Im Handel gibt es bereits für die Prophylaxe zugelassene Hemmstoffe von Plasmakallikrein.

Lanadelumab und Berotralstat sorgen dafür, dass weniger Bradykinin freigesetzt und das Entstehen der Ödemattacken verhindert wird. Auch der neue Wirkstoff Donidalorsen (Dawnzera™ Injektionslösung im Fertigpen, Otsuka Pharmaceuticals) führt dazu, dass weniger Plasmakallikrein vorhanden ist. Das Antisense-Oligonukleotid zielt auf die Boten-RNA von Präkallikrein ab. Wird weniger Präkallikrein produziert, so entsteht im Folgenden auch weniger Plasmakallikrein und dann wiederum weniger Bradykinin. Das Risiko von HAE-Attacken wird gesenkt.

Zugelassen ist Donidalorsen zur routinemäßigen Vorbeugung von wiederkehrenden HAE-Attacken bei Erwachsenen und Jugendlichen ab zwölf Jahren. Für die Behandlung akuter HAE-Attacken ist der neue Wirkstoff dagegen nicht vorgesehen. Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 80 mg Donidalorsen als subkutane Injektion einmal monatlich. Ein Dosierungsintervall von 80 mg einmal alle zwei Monate kann in Betracht gezogen werden, wenn der Patient während der Behandlung mit dem Wirkstoff mindestens drei Monate lang gut kontrolliert ist.

Nach entsprechender Schulung kann Dawnzera vom Patienten selbst oder einer Betreuungsperson injiziert werden – in den Bauch, den oberen Oberschenkel oder, nur von einer Betreuungsperson, in die Rückseite des Oberarms. Es wird empfohlen, die Injektionsstelle immer zu wechseln. Das Mittel darf nicht in Bereiche injiziert werden, in denen die Haut empfindlich ist, Blutergüsse aufweist, gerötet, verhärtet oder entzündet ist.

Sehr häufig kommt es unter Donidalorsen zu Reaktionen an der Injektionsstelle. Auch erhöhte Leberenzymwerte wurden sehr häufig beobachtet. Aus Vorsichtsgründen sollte die Anwendung von Dawnzera bei Schwangeren unterbleiben, und bei Stillenden ist zu entscheiden, ob sie die Behandlung mit Donidalorsen oder das Stillen unterbrechen.

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