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Schwangerschaft
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Übergewicht der Mutter hat Einfluss auf das ungeborene Kind

Das Ungeborene isst mit – Ernährungsmediziner beobachten deshalb mit Sorge eine Entwicklung: Die Zunahme von Schwangeren mit Übergewicht. Was das für das Kind heißt, hat eine Studie genauer untersucht.
AutorKontaktdpa
Datum 31.01.2024  10:00 Uhr
Übergewicht der Mutter hat Einfluss auf das ungeborene Kind

Ernährungsmediziner beobachten mit Sorge, dass die Zahl schwangerer Frauen mit Übergewicht weltweit zunimmt. Allein in den USA gehe man davon aus, dass rund zwei Drittel der Frauen zu Beginn der Schwangerschaft zu viel Gewicht auf die Waage bringen. »Wir bewegen uns in Deutschland immer weiter in diese Richtung«, sagte Regina Ensenauer, die Leiterin des Instituts für Kinderernährung am Max-Rubner-Institut in Karlsruhe.

Kinder beleibter Eltern tragen Risiko, selbst übergewichtig zu werden

Die Medizinprofessorin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die über viele Jahre als Kinderärztin praktizierte, warnte in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa vor den Folgen: »Die Ernährung der Mutter in der Schwangerschaft wirkt auf das ungeborene Kind ein.« Der Nachwuchs von beleibteren Schwangeren habe eine große Wahrscheinlichkeit, selbst dick zu werden und frühzeitig Folgeerkrankungen wie Diabetes Typ-2 oder Herzprobleme zu bekommen.

In Deutschland gehen nach den Daten der Bundesauswertung »Perinatalmedizin: Geburtshilfe« fast 44 Prozent der Frauen mit Übergewicht oder Adipositas in die Schwangerschaft hinein. 2014 waren es noch 35 Prozent. Dadurch komme es zu einer Fehlprägung bei den Nachkommen, die sich während ihrer Entwicklung im Mutterleib an die Überernährung anpassen müssen, so die Wissenschaftlerin. Es bestehe dann eine erhöhte »Anfälligkeit« des Kindes, im Laufe seines Lebens frühere und schwerwiegendere Symptome einer Adipositas, eines Typ-2-Diabetes und von kardiovaskulären Erkrankungen zu entwickeln als unter gesunder Ernährung im Mutterleib.

»Die ersten tausend Tage – von Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende des zweiten Lebensjahres – sind entscheidend«, betonte Ensenauer. »Auch dafür, was dem Kind später schmeckt. Schon früh in der Entwicklung sind die Geschmacksknospen voll funktionsfähig, und über das Fruchtwasser nimmt der Fötus Stoffe aus der Ernährung der Mutter auf.«

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