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Infektionskrankheiten bei Kindern
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Unnötigen Einsatz von Antibiotika verhindern

Kindern werden bei Erkältungen noch immer häufig Antibiotika verschrieben, obwohl diese hier wirkungslos sind. Die Gründe sind vielfältig – Eltern beharren mitunter darauf, dass ihr Kind das Medikament bekommt. Wie können Ärzte damit umgehen und welche anderen Strategien sind wichtig?
AutorKontaktChristiane Berg
Datum 22.06.2021  13:00 Uhr

Lösung: verzögerte Verordnung

Die Ärzte hätten nicht zuletzt die Möglichkeit, auf eine verzögerte Verordnung zurückzugreifen. Der zumeist unnötige Einsatz von Antibiotika könne gemindert werden, wenn Eltern ein Rezept mit der Maßgabe erhalten, es erst nach ein bis zwei Tagen einzulösen, sollte sich die Symptomatik verschlechtert haben oder keine Besserung eingetreten sein. Hier nehmen PTA und Apotheker eine wichtige Rolle ein, um die Eltern zu beraten und aufzuklären.

Antibiotika-resistente Keime auf dem Vormarsch

Bakterielle Infektionskrankheiten galten bereits als besiegt. Heute gehören sie weltweit wieder zu den häufigsten Todesursachen. Ob Ärzte oder Patienten, in diesem Fall Eltern erkrankter Kinder: Um die Wirksamkeit und Verfügbarkeit von Antibiotika auch in Zukunft sicherzustellen, sind alle in der Verantwortung. »Daran müssen wir gemeinsam weiter arbeiten«, unterstrich Hübner und verwies darauf, dass die Gesundheitspolitik und die pharmazeutische Industrie handeln und die Antibiotika-Forschung vorantreiben müssten.

Antibiotika-resistente Keine drohen zur erdumfassenden Todesursache Nr. 1 zu werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass 2050 mehr Menschen durch resistente Infektionserreger als durch Krebserkrankungen sterben werden. Mit den sich ausweitenden Antibiotikaresistenzen, so heißt es, kommen Gesundheitsrisiken bislang unbekannter Größe auf die Menschheit zu.

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