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Menstruation
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Unterleibskrämpfe auch ohne Eisprung?

Eine zweiteilige Studie aus Kanada legt nahe, dass Menstruationsschmerzen auch in anovulatorischen Zyklen, also solchen ohne Eisprung, auftreten – und das möglicherweise sogar stärker und länger als in ovulatorischen Zyklen.
AutorKontaktPZ
Datum 22.07.2024  16:00 Uhr
Mechanismus der Krampfentstehung angezweifelt

Mechanismus der Krampfentstehung angezweifelt

Als zweiten Teil der Arbeit führten die Forschenden eine Metaanalyse von vier Studien mit insgesamt 273 Frauen und 991 Menstruationszyklen durch. In drei der Studien waren Jugendliche beziehungsweise junge Erwachsene sowie in eine prämenopausale Frauen eingeschlossen. Auch hier waren Menstruationskrämpfe sowohl in ovulatorischen als auch in anovulatorischen Zyklen zu beobachten – bei Ersteren allerdings doppelt so häufig.

»Wir können nicht mehr davon ausgehen, dass ein Zyklus ovulatorisch ist, nur weil Menstruationskrämpfe auftreten«, schlussfolgert die Arbeitsgruppe. Auch die Annahme, dass Menstruationskrämpfe durch ein Absinken des Progesteronspiegels in der Lutealphase ausgelöst werden, was die Freisetzung von Prostaglandinen bedingt und zu Kontraktionen der Gebärmuttermuskulatur führt, stellt sie infrage. »Es ist unwahrscheinlich, dass der abnehmende Progesteronspiegel vor der Menstruation, so wie derzeit angenommen, Menstruationskrämpfe auslöst«, so der Wortlaut. Denn bei anovulatorischen Zyklen bleibt die normale zyklische Progesteronbildung aus.

Neue Forschung sei notwendig, um zu verstehen, welche anderen Veränderungen Krämpfe auslösen. »Mehr über die Ursachen zu erfahren, wird bei der Behandlung von Krämpfen helfen, die schwerwiegend sind oder zu Fehlzeiten in der Schule oder am Arbeitsplatz führen.«

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