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OTC-Beratungscheck
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Vitamin B3

Kontraindikationen, Neben- und Wechselwirkungen: OTC-Arzneimittel sind nicht weniger beratungsintensiv als verschreibungspflichtige. In der Serie »OTC-Beratungscheck« fasst PTA-Forum die wichtigsten Hinweise zu ausgewählten OTC-Präparaten für die Beratung übersichtlich zusammen. Diesmal: Vitamin B3 (Niacin)
AutorKontaktVerena Schmidt
Datum 12.04.2024  08:30 Uhr

Arzneistoffgruppe

Vitamine

Präparate

Beispiele Monopräparate: Vitamin B3 Niacin Flush free Supplementa, Vitamin B3 Forte Niacin 500 mg Zein Pharma®, Niacin 100 mg GPH Kapseln Hecht-Pharma

Beispiele Kombipräparate: Vitamin B-Loges® komplett, Vitamin B-Komplex-ratiopharm®, Tromcardin® complex, Basica® Energie Trinkgranulat + Kapseln

Indikation

Niacin ist wichtig für den Energiestoffwechsel und unterstützt die Funktionsfähigkeit des Nervensystems. 

Niacin wird für den Auf- und Abbau von Kohlenhydraten, Fettsäuren und Aminosäuren benötigt; Niacin unterstützt die Energiegewinnung aus der Nahrung.

Dosierung/Anwendung

  • Tagesbedarf: Männer 14 bis 16 mg Niacin-Äquivalente, Frauen 11 bis 13 mg Niacin-Äquivalente
  • Dosierung der jeweiligen Präparate: siehe Packungsbeilage

Kontraindikation/Warnhinweis

  • Niacin umfasst Nicotinsäure und Nicotinamid sowie aus ihnen abgeleitete Verbindungen. Nicotinsäure wurde früher als Arzneimittel bei Fettstoffwechselstörungen eingesetzt.
  • Eine Überdosierung mit Vitamin B3 könnte Studien zufolge in Zusammenhang mit dem Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen stehen.
  • Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt in Nahrungsergänzungsmitteln nicht mehr als 4 mg Nicotinsäure oder 160 mg Nicotinsäureamid oder 4,4 mg Inosithexanicotinat (Inositolniacinat) pro Tag.
  • Der menschliche Körper ist in der Lage, Nicotinsäure und Nicotinamid aus der essenziellen Aminosäure Tryptophan selbst herzustellen. Niacin ist auch in vielen Lebensmitteln enthalten; eine Substitution ist bei gesunden Erwachsenen selten nötig. Vor der Einnahme höherer Dosen mit dem Arzt sprechen.

Nebenwirkungen

  • Bei hohen Dosen gastrointestinale Störungen und Flush-Symptome wie Hautrötungen, Hitzegefühl sowie Nesselsucht mit stark juckenden Quaddeln
  • Langfristig bei starker Überdosierung: Gelbsucht, Leberschäden, Augenschäden bis hin zur Erblindung (niacininduzierte Makulopathie)

Wechselwirkungen

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