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Postnasal-Drip-Syndrom
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Von der Nase in die Bronchien

Wenn die Nase läuft, bleibt kein Taschentuch trocken. Anders beim Postnasal-Drip-Syndrom, denn dann läuft das Sekret über den Rachen ab. Warum das für die Bronchien gefährlich werden kann und welche Maßnahmen dagegen helfen.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 10.01.2023  11:30 Uhr

Schleimhaut abschwellen

Um die Gefahr für einen Etagenwechsel zu verringern, ist es bei Infektionen der Nase oder Nasennebenhöhlen wichtig, die Belüftung der oberen Atemwege zu erhalten oder schnell wiederherzustellen. Welche Wirkstoffe geeignet sind, hängt dabei von der ursächlichen Erkrankung ab. Bei akuter Rhinitis oder Sinusitis helfen schleimlösende Mittel, das Sekret zu verflüssigen und die Entzündung zu bekämpfen. Geeignet sind Präparate mit ätherischen Ölen wie Eukalyptusöl beziehungsweise dessen wirksamen Bestandteilen wie 1,8-Cineol (Cineol Pohl 300, Soledum®, Sinolpan®),  mit Myrtol (GeloMyrtol® forte)  oder Extrakte aus pflanzlichen Kombinationen, unter anderem mit Schlüsselblumenblüten (Sinupret® extract). Die Einnahme ist auch dann sinnvoll, wenn sich die Infektion bereits in die Bronchien ausgedehnt hat. Eltern sollten stets darauf hingewiesen werden, dass ätherische Öle wie Menthol und Eukalyptus für Kleinkinder nicht geeignet sind.

Ist die Nasenbelüftung stark behindert, können abschwellende Nasensprays mit Wirkstoffen wie Oxymetazolin oder Xylometazolin kurzfristig angewendet werden, damit das Sekret über die Nase abfließen kann. Abschwellende Nasensprays sollten jedoch nicht länger als sieben Tage angewendet werden, da sich sonst eine Abhängigkeit entwickeln kann. Die Schleimhaut schwillt dann erneut, unter Umständen noch stärker an und kann dauerhaft geschädigt werden. Oft wirken bereits Meerwassersprays erleichternd, die auch für Kinder geeignet sind. Liegt eine Allergie den Beschwerden zugrunde, hilft eine antiallergische Medikation mit Antihistaminika. Klingen die Symptome eine Post-nasal-drip-Syndroms nicht ab, kommen Glucocorticoid-haltige Nasensprays zum Einsatz, Ärzte ziehen dann auch eine Antibiotikabehandlung in Erwägung.

Trinken und befeuchten

Neben der Medikation gibt es einige allgemeine Tipps, die den Patienten Erleichterung bringen: Viel trinken hält das Sekret im Nasen-Rachenraum flüssig, zum Beispiel Erkältungstee mit schleimlösendem Thymian. Inhalationen mit Kamille lindern die Entzündung. Mit erhöhtem Kopf schlafen verhindert, dass Sekret in den Rachen läuft. Spezielle Atemtherapiegeräte können zusätzlich sinnvoll sein, um Nase und Nebenhöhlen von Sekret zu befreien. Sie erzeugen beim Ausatmen Vibrationen, die sich auf den Nasen-Rachenraum übertragen.

Ist der Abfluss des Sekrets bei einer chronischen Sinusitis dauerhaft erschwert, kann eine Operation sinnvoll sein. Bei dem endoskopischen Eingriff werden Schleimhautwucherungen wie Polypen entfernt und die Belüftung verbessert. Das Sekret kann dann wieder über die Nase ins Taschentuch ablaufen und die Bronchien bleiben verschont.

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