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Bei Reisen in Risikogebieten
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Vor Hepatitis A schützen

Eine Leberentzündung möchte niemand aus dem Urlaub mitbringen. Doch in vielen Reiseländern sind Infektionen mit Hepatitis‑A‑ oder ‑B‑Viren möglich. Das gilt nicht nur für Fernreisen, aktuell gibt es eine Hepatitis-A-Epidemie rund um Neapel.
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Datum 27.03.2026  14:00 Uhr

Im Süden Italiens hat es seit Jahresbeginn überdurchschnittlich viele Hepatitis‑A‑Erkrankungen gegeben. Die Stadt Neapel hat daher der Gastronomie untersagt, rohe Meeresfrüchte zu servieren. Außerdem empfiehlt sie der Bevölkerung, auch zu Hause auf rohe Meeresfrüchte zu verzichten.

Was ist Hepatitis A?

Hepatitis‑A‑Viren werden vor allem über verunreinigtes Trink‑ und Badewasser und Lebensmittel übertragen. Bei letzteren sind beispielsweise Muscheln, Datteln, getrocknete Tomaten oder Salat relevante Infektionsquellen, wie das Robert-Koch‑Institut (RKI) im »Epidemiologischen Bulletin« (14/2025) aufzählt.

Eine Infektion zeigt sich durch grippeähnliche Symptome wie Fieber, ein allgemeines Krankheitsgefühl, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Außerdem können sich Haut und Bindehaut gelb verfärben, weshalb Hepatitis A auch Reisegelbsucht genannt wird. Der Deutschen Leberstiftung zufolge heilt die Entzündung zwar in aller Regel ohne Komplikationen aus, es können aber Leberschäden bleiben.

Wann ist eine Impfung gegen Hepatitis A sinnvoll?

Hepatitis‑A-Infektionen lassen sich durch Impfungen wirksam verhindern, heißt es von der Deutschen Leberstiftung. Die Experten raten, sechs bis acht Wochen vor Reisebeginn eine Beratung zum Impfschutz in Anspruch zu nehmen.

Für Hepatitis A besteht dem RKI zufolge eine Impfempfehlung bei Reisen nach Mittel‑ und Südamerika, nach Afrika sowie nach Asien. Auch für Reisen in osteuropäische Länder ist eine Hepatitis‑A‑Impfung sinnvoll. Gefährdete Personen sollten sich ebenfalls impfen lassen, zum Beispiel bei Lebererkrankungen, Sexualverhalten mit hoher Infektionsgefährdung, Hämophilie oder Bewohner psychiatrischer oder vergleichbarer Einrichtungen. Auch bei beruflicher Gefährdung ist die Impfung empfohlen.

Eine Grundimmunisierung besteht aus zwei Impfungen im Abstand von sechs bis zwölf Monaten. Eine gute Nachricht für alle, die das Thema erst kurz vor ihrer Reise anpacken: Bereits zwei Wochen nach der ersten Impfung haben die meisten Geimpften einen ausreichenden Schutz aufgebaut, so die Deutsche Leberstiftung.

Ob immunkompetente Personen nach erfolgter Grundimmunisierung eine Auffrischimpfung benötigen, ist laut RKI nicht abschließend geklärt. Studien hätten die Schutzdauer für bis zu 20 Jahre untersucht; Hochrechnungen ließen erwarten, dass mehr als 90 Prozent der Geimpften für eine Dauer von bis zu 30 bis 40 Jahren geschützt sind. Ob eine Auffrischimpfung nötig ist, sollte individuell beurteilt werden. Vor allem bei Immundefizienten kann dies nötig sein.

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