Wer in Gebieten unterwegs ist, in denen Hepatitis A verbreitet ist, sollte umso mehr auf eine sorgfältige Hände‑ und Lebensmittelhygiene achten. Das Infektionsrisiko lässt sich senken, indem man am besten nur Lebensmittel verzehrt, die ausreichend erhitzt wurden. Hier gilt das Sprichwort: »Cook it, peel it, boil it or forget it«.
Eine häufige Ansteckungsquelle ist kontaminiertes Trinkwasser. Sicher sind abgekochtes Wasser oder Wasser aus Flaschen mit versiegeltem Originalverschluss. Auf Eiswürfel im Getränk und diverse Speisen wie rohe Meeresfrüchte, Salate oder offen angebotenes Speiseeis verzichten Urlauber besser.
Hepatitis‑B‑Viren werden über Körperflüssigkeiten wie Blut, Sperma, Vaginalsekret oder Speichel übertragen. Anstecken kann man sich auch über gemeinsam benutzte Gegenstände wie Rasierklingen, Sexspielzeug, Spritzen oder Zahnbürsten, so das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG).
Auch Hepatitis‑B‑Viren können eine Leberentzündung mit grippeähnlichen Symptomen verursachen. Bei diesem Erreger droht ein chronischer Verlauf einhergehend mit einem Risiko für Folgeerkrankungen wie Leberzirrhose oder Leberzellkrebs.
Vor einer Infektion mit HBV schützt die Hepatitis-B-Impfung. Sie wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut (RKI) als Standardimpfung für alle Kinder empfohlen. Die Grundimmunisierung sollte möglichst frühzeitig erfolgen.
Ebenfalls empfohlen wird die Impfung für Erwachsene, insbesondere für Personen mit erhöhtem Risiko. Dazu zählen beispielsweise HIV-Positive, Dialysepatienten, Kontaktpersonen zu an Hepatitis B erkrankten Personen, Personen mit Sexualverhalten mit hohem Infektionsrisiko, Personal von medizinischen Einrichtungen und Ersthelfer.
Experten raten grundsätzlich allen Menschen, die noch nie mit Hepatitis B infiziert waren, sich gegen das Virus impfen zu lassen. Die Impfung unterbindet eine Infektion nicht nur von vornherein, sondern schützt auch vor dem ebenso gefährlichen Hepatitis-D-Virus, das nur gemeinsam mit Hepatitis B auftreten kann.