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Von Gelbsucht bis Fettstuhl
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Warnzeichen für Bauchspeicheldrüsenkrebs

Bauchspeicheldrüsenkrebs verursacht lange keine oder nur unspezifische Symptome und wird häufig erst spät entdeckt. Daher ist es wichtig, mögliche Anzeichen zu kennen und abklären zu lassen.
AutorKontaktdpa
Datum 20.11.2025  08:00 Uhr

Die Bauchspeicheldrüse hat wichtige Aufgaben: Sie produziert nicht nur Hormone, die den Blutzuckerspiegel regulieren, sondern auch Enzyme, die unser Körper braucht, um Essen zu verdauen. Steht die Diagnose Pankreaskarzinom im Raum, ist das für Betroffene ein riesiger Schock. Denn der Blick auf die Überlebensrate gibt zunächst wenig Hoffnung. »90 Prozent der Erkrankten sterben innerhalb von fünf Jahren am Pankreaskarzinom«, so Lutz Otto, Bundesvorsitzender des Arbeitskreises der Pankreatektomierten (AdP).

Wie bei jeder Krebsart gilt auch bei Bauchspeicheldrüsenkrebs: Je früher er erkannt wird, desto mehr ist in Sachen Behandlung möglich. Anders als bei Brust- oder Darmkrebs gibt es für Bauchspeicheldrüsenkrebs allerdings keine allgemeine Früherkennungsuntersuchung. Der Tumor entwickelt sich schleichend, verursacht lange keine oder nur unspezifische Symptome.

Umso wichtiger: es ernst nehmen, wenn der Körper doch Signale sendet. Folgende Beschwerden können anzeigen, dass mit der Bauchspeicheldrüse etwas nicht stimmt, sich womöglich sogar ein Tumor entwickelt hat:

  • chronische Schmerzen im Oberbauch
  • Rückenschmerzen, die sich nicht erklären lassen
  • Übelkeit und Erbrechen (wenn der Tumor Zwölffingerdarm oder Magenausgang einengt)
  • Störungen der Insulinproduktion und daraus folgend Diabetes mellitus (gilt als Frühindikator für Pankreaskrebs und kann laut AdP ein bis zwei Jahre vor anderen Symptomen auftreten)
  • Gelbsucht: Haut und Bindehaut des Auges verfärben sich gelb, wenn aufgrund eines Tumors Gallenflüssigkeit nicht abfließen kann
  • Fettstuhl: Stuhlgang sieht heller als gewohnt aus und ist schmierig, klebrig oder glänzend, so der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ)
  • unerklärbarer Gewichtsverlust oder Appetitlosigkeit
  • verstärkte Müdigkeit und Erschöpfung
  • Nachtschweiß
  • Veränderungen am Bauch, die sich ertasten lassen

Treten Beschwerden ohne klare Ursache auf oder halten über einen längeren Zeitraum – etwa zwei bis vier Wochen – an, sollte man sie ärztlich abklären lassen, rät der Krebsinformationsdienst.

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