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Entspannung in der Badewanne
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Warum Baden gesund ist

Durchgefroren? Verspannt? Auf der Suche nach Trost? Gründe, in die warme Wanne zu steigen. Eine Hautärztin und eine Kardiologin klären die wichtigsten Fragen rund um das Wellness-Ritual, damit es noch ein wenig gesünder und entspannender wird.
AutorKontaktdpa
Datum 02.02.2026  10:00 Uhr

Ist Baden eigentlich gesund?

»Eindeutig ja«, sagt Professorin Christiane Tiefenbacher, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung. »Baden entspannt, reduziert Stress und lässt einen zur Ruhe kommen.« Das gilt allerdings nur für Bade-Enthusiasten. Denn Baden fällt vor allem in die Kategorie »Seelenmedizin«. Heißt: Wer ihm nichts abgewinnen kann, wird auch keinen positiven Effekt spüren.

Interessanter Nebenaspekt: Da Baden das Herz-Kreislauf-System beansprucht, werden je nach Temperatur und Dauer sogar ein paar Extrakalorien verbrannt. Der Effekt ist eher gering: »Als Diätmaßnahme eignet sich die Methode leider nicht«, sagt Tiefenbacher.

Viele steigen nur dann in die Wanne, wenn sie erkältet sind: Das Baden an sich lässt den Infekt zwar nicht schneller verschwinden. Es kann aber die Symptome lindern, etwa durch ätherische Öle in Badezusätzen, die wieder besser durchatmen lassen.

Wer sollte besser auf Baden verzichten?

Gesunde Menschen können so heiß, so oft und so lange baden, wie sie es als angenehm empfinden, sagt Kardiologin Christiane Tiefenbacher. Grundsätzlich sprechen nur wenige medizinische Gründe gegen ein Wannenvergnügen. »Anders als vor wenigen Jahren noch empfohlen, eignen Bäder sich auch für Menschen mit schwacher Herzleistung oder sehr niedrigem Blutdruck. Bei 37 Grad und 10 Minuten passiert in der Regel auch nichts.«

Für alle mit Herz-Kreislauf-Problemen oder Hauterkrankungen gilt jedoch: Es ist gut, Badepläne vorab mit Arzt oder Ärztin abzusprechen. Bei Neurodermitis und Co. können bestimmte Zusätze sogar nachweislich Linderung verschaffen, so die Münchner Dermatologin Marion Moers-Carpi. Dazu später mehr.

Worauf sollten Schwangere beim Baden achten?

Baden kann vor allem in den letzten Wochen der Schwangerschaft sehr entlastend sein und ist damit laut Herz-Expertin Christiane Tiefenbacher ratsam. Wichtigste Regel für werdende Mütter: Besser nur dann in die Wanne, wenn ein weiterer Erwachsener in der Nähe ist. »Baden senkt Blutdruck und erhöht gleichzeitig die Herzfrequenz. Das kann zu Schwindel und im unglücklichsten Fall zu Ohnmacht führen.« Daher gibt sie auch den Tipp, sich vorsichtshalber heraushelfen zu lassen.

Ein Blick auf den Badezusatz ist ebenfalls ratsam. »Bestimmte ätherische Öle wie Kampfer oder Lavendel stehen im Verdacht, wehenfördernd zu wirken«, sagt Christiane Tiefenbacher. Besser mit einem neutralen Mittel auf Nummer sicher gehen.

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