| Katja Egermeier |
| 15.10.2026 14:00 Uhr |
Zu rund 1 Prozent sind auch Männer von Brustkrebs betroffen. / © Getty Images/DmitryTkachev
In Deutschland erkranken jährlich etwa 750 Männer an Brustkrebs. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei etwa 71 Jahren. Zum Vergleich: Bei Frauen gibt es pro Jahr knapp 70.000 Neuerkrankungen.
Brustkrebs ist bei Männern also sehr selten. Das kann dazu führen, dass verdächtige Veränderungen zunächst nicht als mögliche Krebszeichen erkannt werden. Eine späte Diagnose kann die Heilungschancen beeinträchtigen. Hinzu kommt, dass sich die Behandlung weitgehend an den Leitlinien für Frauen mit Brustkrebs orientiert.
Aufgrund der niedrigen Anzahl an Betroffenen wird zu männlichem Brustkrebs zu wenig geforscht, wie das Netzwerk »Männer mit Brustkrebs« informiert. Entsprechend gibt es kaum fundierte Patienteninformationen und Austauschmöglichkeiten mit anderen Betroffenen. Das Netzwerk bietet daher eine Anlaufstelle für Männer mit Brustkrebs.
Bei den meisten betroffenen Männern lasse sich nicht eindeutig feststellen, wodurch der Brustkrebs ausgelöst wurde, so das DKFZ. Es sind jedoch verschiedene Risikofaktoren bekannt. Dazu gehören:
Brustkrebs bei Männern lässt sich meist als schmerzlose, einseitige Verhärtung zwischen Brustwarze und Achselhöhle ertasten. Auch geschwollene Lymphknoten in der Achselhöhle und nicht abheilende Entzündungen, Einziehungen oder Flüssigkeitsabsonderungen der Brustwarze können laut DKFZ ein Warnzeichen sein.
Allerdings können auch bei Männern gutartige Veränderungen des Brustgewebes auftreten, etwa Bindegewebswucherungen oder Zysten. »Nicht immer muss es sich dabei um einen bösartigen Tumor handeln«, betont das DKFZ. Einseitige Veränderungen sollten dennoch ärztlich abgeklärt werden, insbesondere wenn sie neu auftreten oder sich verändern.