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Südafrika versus Deutschland
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Warum Forscher an milden Omikron-Verläufen zweifeln

In Südafrika bestätigt eine neue Studie den eher milden Krankheitsverlauf der Coronavirus-Variante Omikron. Nach Auswertung von bis Ende November vorliegenden Daten ergibt sich laut den Autoren eine bis zu 80 Prozent geringere Chance, zur Behandlung ins Krankenhaus zu müssen. Experten warnen jedoch, dass die Ergebnisse nicht unbedingt auf Menschen in Deutschland übertragbar sind.
AutorKontaktdpa/PTA-Forum
Datum 23.12.2021  09:40 Uhr

Das sagt eine weitere Studie

Eine dritte Studie, die am Abend bekannt und nicht mehr von den Experten kommentiert wurde, legt ebenfalls nahe, dass Omikron seltener zu Krankenhauseinweisungen führt. Forscher des Imperial College in London hatten dazu die Daten aller Corona-Fälle in England in den ersten beiden Dezemberwochen verglichen, bei denen mit einem speziellem Verfahren Delta und Omikron unterschieden werden konnte.

Das waren mehrere Hunderttausend Menschen. Der Schätzung zufolge ist das Risiko eines Krankenhausaufenthalts von mindestens einem Tag bei Omikron-Infektionen im Schnitt um etwa 40 Prozent reduziert im Vergleich zu Delta-Infektionen.

Die Forscher des Imperial College gaben aber zu bedenken, dass auf das ganze Land gesehen der Effekt teilweise aufgehoben werde durch die höhere Übertragbarkeit der Omikron-Variante. Zudem seien sowohl in Südafrika als auch in Großbritannien große Teile der Bevölkerung durch frühere Wellen bereits mit anderen Corona-Varianten infiziert worden und hätten damit auch gegen Omikron eine gewisse Immunität erworben. Auch dieser Report ist noch nicht von unabhängigen Experten begutachtet und in einem Fachjournal veröffentlicht worden.

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