Und wie bleibt man langfristig dran? Klusmann-Weißkopf betont: »Das, was erreichbar ist, muss mir am Ende auch etwas bringen.« Kleine, realistische Ziele sichern Erfolge und verhindern Frust.
Außerdem steigert es laut Jochim die Motivation, Aufgaben bewusst mit persönlichen Werten zu verbinden. »Sinn entsteht, wenn Handeln mit Werten übereinstimmt«, sagt die Psychotherapeutin. Wer seinen Werten entsprechende Zeit widmet, erlebt mehr Zufriedenheit. Langfristig funktioniert Motivation laut Jochim wie ein Muskel: Sie wächst durch Übung, Routinen und kleine Erfolgserlebnisse.
Bei aller Selbstmotivation sollte man aber auch auf Warnsignale achten. Jeder darf mal antriebslos sein. Professionelle Hilfe kann laut Jochim sinnvoll sein, wenn Interessenverlust, Rückzug, Schlaf- oder Konzentrationsprobleme andauern. Sobald Freude, Erholung oder Verbundenheit dauerhaft fehlen, sollte man handeln, bevor ein Tief zur Belastung wird.