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Keine Frage der sexuellen Orientierung
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Was ändert sich beim Blutspenden?

Blutspender werden künftig nicht mehr nach ihrer sexuellen Orientierung befragt. Das sieht eine erneuerte Richtlinie der Bundesärztekammer vor. Was Spender und Empfänger jetzt wissen müssen.
AutorKontaktdpa
Datum 01.09.2023  11:00 Uhr

Sind Blutprodukte sicher?

»An der Sicherheit der Blutprodukte ändert sich nichts«, versicherte Oldenburg. Das zeigten auch Erfahrungsberichte aus anderen Ländern, die ihren Fragenkatalog bereits entsprechend angepasst hätten. Auch wenn künftig nicht mehr explizit nach der sexuellen Orientierung gefragt werde, würden mögliche Risiken ebenso gut erfasst. Auch über den Wegfall der Altersgrenze müssten potenzielle Blutspendenempfänger sich keine Sorgen machen. »Die Qualität des Blutes wird durch das Alter nicht beeinträchtigt.« Die bisherige Regelung sei zum Schutz von Spendern eingerichtet worden, weil ältere Menschen zum Teil Kreislaufprobleme oder Bluthochdruck hätten.

Was sagen Betroffene dazu?

Die Deutsche Aidshilfe bezeichnete die Gesetzesänderung der Ampel-Koalition im März als »großen Fortschritt«. Inwieweit Diskriminierung künftig wirklich vermieden werde, könne erst mit der Veröffentlichung der Richtlinie beurteilt werden, sagte Sprecher Holger Wicht auf Anfrage. »Es geht darum, Diskriminierung zu vermeiden und gleichzeitig Sicherheit zu gewährleisten«, sagte Wicht. Der Verein hatte die bisherige Regelung immer wieder als diskriminierend bezeichnet, weil sie schwule Männer zu pauschal und ohne ausreichende Begründung ausschließe.

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