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Schluss mit dem Tabu
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Was bei Beckenbodenbeschwerden hilft

Über Inkontinenz und Senkungsbeschwerden spricht keine Frau gerne. Doch bei Beckenbodenleiden können Betroffene einiges tun: Kleine Änderungen im Alltag, gezielte Physiotherapie, Hilfsmittel und/oder Estrogen können die Lebensqualität verbessern.
AutorKontaktAnna Carolin Antropov
Datum 16.02.2023  14:30 Uhr

Haltung und Atmung

Ob Mann oder Frau: Der Beckenboden sollte nie isoliert, sondern mit seinen funktionellen Zusammenhängen betrachtet werden. Eine erfolgreiche Beckenboden-Physiotherapie besteht daher nicht nur aus »Aufzug fahren« und gezieltem An- und Entspannen, sondern schließt eine Umstellung alltäglicher Bewegungen ein. Dazu gehören die richtige Körperhaltung und Atmung ebenso wie aktives Treppensteigen und Beckenboden-gerechtes Gehen, Sitzen und beispielsweise Anheben von einem Korb nasser Wäsche.

Eine schlechte Körperhaltung schwächt den Beckenboden, während eine optimale Aufrichtung erst seine ideale Stützfunktion ermöglicht. Hohlkreuz und Rundrücken mit nach vorne fallenden Schultern gehören besser der Vergangenheit an. Stattdessen sollten wir uns möglichst oft im Alltag aufrichten und unser Becken in eine neutrale Position bringen.

Das Zwerchfell verläuft wie ein parallel gespanntes Tuch zum Beckenboden. Daher gehören auch Atmung und Beckenboden eng zusammen. Beide schwingen synchron mit der Atmung auf und ab – und das dürfen sie auch. »Viele Patienten glauben, dass nur ein schwacher oder verletzter Beckenboden Probleme bereitet«, so Schmidmayr. »Manchmal ist der Muskel aber verspannt und kann nicht mehr lockerlassen.« Ein Beckenboden mit zu viel Spannung sei ebenso wenig leistungsfähig. Ihrer Erfahrung nach sei die richtige Atmung dann besonders wichtig.

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