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Diagnose bis Therapie
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Was bei Verdacht auf Demenz zu tun ist

Schon wieder im Gespräch den Faden verloren? Alltägliche Aufgaben wie Banküberweisungen fallen immer schwerer? Das können Hinweise auf eine Demenz sein. Was sind in einem solchen Fall die nächsten Schritte?
AutorKontaktdpa
Datum 30.09.2025  12:00 Uhr

Was ist bloß mit mir los? Oft beginnt der Weg zur Demenz-Diagnose mit diesem mulmigen Bauchgefühl. Womöglich haben sich im Alltag die Vorfälle gehäuft: Namen und Termine waren wie wegradiert aus dem Kopf – und der Autoschlüssel fand sich auf einmal im Brotkasten wieder.

Demenz ist dabei nicht gleich Demenz: Dieser Oberbegriff versammelt rund 50 Erkrankungen, die das Gedächtnis und die geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen, wie die Alzheimer Forschung Initiative (AFI) erklärt. Die häufigste Form: die Alzheimer-Demenz. Doch wie sieht der Weg zur Diagnose aus? Und wie geht es danach weiter?

Schritt 1: Erste Anzeichen richtig deuten

Noch alterstypische Vergesslichkeit oder schon Demenz? Gar nicht leicht, diese Frage zu beantworten. Es gibt aber Anhaltspunkte, die Betroffene und Angehörige mit ihren Beobachtungen abgleichen können:

  • Was für eine Demenz spricht: Ein konkretes Anzeichen ist, wenn Altbekanntes zur Herausforderung wird. Zum Beispiel, wenn man Spielen oder Kochrezepten, die man gut kennt, auf einmal nicht mehr folgen kann, so die AFI. Betroffene einer Demenz neigen zudem dazu, Gegenstände an ungewöhnlichen Stellen zu verlegen – weil sie vergessen, wofür sie gut sind. Auch starke Stimmungsschwankungen oder Persönlichkeitsveränderungen ohne erkennbaren Grund können laut AFI ein Anzeichen sein. Einige fühlen sich etwa an unbekannten Orten unwohl oder verhalten sich aggressiv.
  • Was eher für altersbedingte Gedächtnisprobleme spricht: Was hingegen im Alter normal sein kann: eine gewisse Zerstreutheit, wenn zum Beispiel komplexe Aufgaben wie das Programmieren des Fernsehers anstehen. Auch ganz ohne beginnende Demenz-Erkrankung kann es passieren, dass ältere Menschen Namen oder Verabredungen kurzfristig vergessen oder verwechseln. Laut der AFI fallen sie einem dann aber später wieder ein.
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