PTA-Forum online Avoxa
instagram facebook

Beratung kompakt
-
Was hilft bei Hämorrhoidalleiden?

Hämorrhoiden sind ein Geflecht aus Venen und Arterien im Enddarm, die als Schwellkörper zur Feinabdichtung des Anus dienen. Sind sie vergrößert oder entzündet, können Juckreiz, Blutungen oder Schmerzen auftreten. Die Selbstmedikation dient der symptomatischen Behandlung akuter Beschwerden.
AutorKontaktCaroline Wendt
Datum 02.02.2026  08:00 Uhr

Symptome

  • Juckreiz, Nässen oder Brennen
  • leichte Blutungen
  • Schmerzen
  • Gefühl der unvollständigen Entleerung
  • Stuhlschmieren
  • Druck- sowie Fremdkörpergefühl

Ursachen

  • chronische Verstopfung
  • häufige Durchfälle
  • erhöhter Druck im Bauchraum, etwa bei Adipositas oder in der Schwangerschaft
  • Alkoholmissbrauch
  • genetische Disposition
  • geringer Ballaststoffanteil in der Ernährung
  • starkes Pressen beim Stuhlgang
  • lange Toilettensitzungen

Lokalanästhetika

  • bei Schmerzen, Brennen und Juckreiz
  • Schmerzlinderung innerhalb von 30 Minuten
  • Lidocain (wie Posterisan® akut): zwei- bis dreimal täglich für maximal drei Tage
  • Quinisocain (wie Haenal® akut): ein- bis zweimal täglich für maximal eine Woche
  • circa 30 Minuten vor oder nach dem Stuhlgang auftragen

Adstringenzien

  • bei Juckreiz, Brennen und Nässen
  • wirken austrocknend, schwach blutungsstillend und antiinflammatorisch
  • Gerbstoff-haltige Drogenauszüge wie aus der virginischen Zaubernuss Hamamelis (wie Faktu® lind, Hametum®) oder basisches Bismutgallat (wie Mastu®)
  • mehrmals tägliche Anwendung in der Akutphase und darüber hinaus (bis zu vier Wochen)

Die Mischung macht’s

  • Salbe oder Creme tagsüber auftragen.
  • Zäpfchen über Nacht wirken lassen.
  • Lokalanästhetika lindern tagsüber schnell die Beschwerden.
  • Adstringenzien können während des Schlafes den Heilungsprozess fördern.

Tipps zur Anwendung von Salbenapplikatoren

  • Gleitfähigkeit durch vorheriges Bestreichen des Applikators mit Salbe verbessern.
  • Durch leichten Druck auf die Tube fließt die Salbe durch die Austrittlöcher an die erkrankten Bereiche.
  • Bei seitlichen Austrittslöchern: durch vorsichtiges Drehen der Tube wird die Salbe gleichmäßig im Analkanal verteilt.
  • Nach der Behandlung die Tube wieder mit Schraubdeckel verschließen, um ein Austrocknen zu verhindern.

Prophylaxe & Pflege

  • fetthaltige Salben, beispielsweise mit Jojobawachs, Cetiol und Bienenwachs (wie Posterisan® protect) schützen und pflegen die gereizte Schleimhaut
  • Anwendung auch vor dem Stuhlgang möglich

Die richtige Analhygiene

  • Sitzbäder mit Kamille (wie Kamillosan®), Eichenrinde oder synthetischen Gerbstoffen (wie Tannolact®, Tannosynt® flüssig)
  • keine Feuchttücher verwenden: enthaltene Duftstoffe können die Haut zusätzlich reizen
  • weiches Toilettenpapier und Wasser oder Reinigungsschaum (wie Hametum® Reinigungsschaum) verwenden; für unterwegs: spezielle Pflegetücher (wie Faktu® Clean)
TEILEN
Datenschutz

Mehr von Avoxa