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Selbstmedikation
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Was hilft gegen Übelkeit?

Karussellfahren, Noroviren, üble Gerüche oder ein Zuviel an Alkohol haben eines gemeinsam: Sie können Übelkeit und Erbrechen auslösen. So elend sich die Betroffenen meist auch fühlen, die Beschwerden sind in der Regel selbstlimitierend und gut in der Selbstmedikation therapierbar. Ein Überblick. 
AutorKontaktChristina Brunner
Datum 23.11.2020  09:00 Uhr

Natürliche Hilfen

Als weniger wirksam, aber dennoch probate Alternativen nennen die Berliner Experten Ingwer und eine alleinige Supplementierung mit Vitamin B6. Beide seien in der Lage, leichte bis mäßige Übelkeit zu lindern, nicht jedoch Erbrechen, haben Studien vergangener Jahre gezeigt. Ein Risiko auf erhöhtes Fehlbildungs- und Abortrisiko gibt es nicht. So können PTA und Apotheker Pyridoxin-HCl (10 bis 25 mg, dreimal täglich eine Tablette) oder Ingwer (1g Droge pro Tag) empfehlen.

Auf dem deutschen Markt gibt es keine Arzneimittel mit diesen Alternativen, die explizit für die Indikation »Schwangerschaftserbrechen« zugelassen ist. Ein Präparat mit gepulvertem Ingwerwurzelstock in Kapselform (Zintona®) ist lediglich für die Prävention der Reiseübelkeit zugelassen. Arzneimittel mit Vitamin B6 sind ebenfalls nicht für Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft zugelassen. Auf dem Markt befindet sich aber ein diätetisches Lebensmittel (ergänzende bilanzierte Diät) mit der Zweckbestimmung »zur diätetischen Behandlung von Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft« (Nausema®). Neben 10 mg Vitamin B6 sind in diesem Präparat 2 mg Vitamin B1 und 4 μg Vitamin B12 enthalten.

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