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pAVK
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Was passiert bei einem Beininfarkt?

Infarkte treten nicht nur am Herzen auf, sondern auch an Extremitäten wie Beinen und Füßen. Dahinter steht meist die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), wie die Deutsche Herzstiftung aktuell informiert.
AutorKontaktJuliane Brüggen
Datum 15.05.2025  10:30 Uhr
Notarzt rufen bei plötzlichem Arterienverschluss

Notarzt rufen bei plötzlichem Arterienverschluss

Blutgerinnsel oder abgelöste Plaques können Arterien auch plötzlich verschließen, insbesondere, wenn diese bereits verengt sind. Das zeigt sich laut Herzstiftung an folgenden Symptomen:

  • starke, peitschenhiebartige Schmerzen im Bein oder Arm
  • blasse oder bläulich verfärbte Haut
  • Taubheitsgefühl, keine Wahrnehmung von Hitzereizen
  • Bewegungsunfähgikeit oder -einschränkung der Gliedmaße
  • Puls an dem Körperteil nicht mehr tastbar

Es handelt sich um einen Notfall – es sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden. Der Arterienverschluss muss innerhalb weniger Stunden medikamentös, per Katheter oder Operation behandelt werden. »Auf keinen Fall versuchen, die Gliedmaße zu wärmen oder zu kühlen!«, warnt die Herzstiftung. Die Gliedmaße sollte lediglich möglichst weich oder gepolstert gelagert werden bis der Notarzt eintrifft.

Patienten für pAVK-Beschwerden sensibilisieren

Von den 57.000 jährlich in Deutschland vorgenommenen Bein- oder Fußamputationen ließen sich über 85 Prozent auf eine pAVK oder/und Diabetes mellitus zurückführen. »Deshalb sensibilisieren wir Patienten mit einem Risiko für eine pAVK aufgrund bestehender Herz- und Gefäßleiden wie koronarer Herzkrankheit (KHK), Bluthochdruck oder Diabetes, bei Beschwerden hellhörig zu werden und umgehend ihren behandelnden Hausarzt darüber zu informieren«, so Tiefenbacher.

Gleiches gilt im umgekehrten Fall, denn die pAVK ist meist Teil eines größeren Krankheitsgeschehens. »Wenn sich die Gefäßerkrankung pAVK mit Schmerzen in der Wade oder an den Zehen bemerkbar macht, dann ist anzunehmen, dass auch an anderen Stellen des Körpers das arterielle Gefäßsystem, etwa am Herzen, nicht mehr ganz in Ordnung ist und KHK vorliegt«, warnt die Herz- und Gefäßspezialistin.

Hauptrisikofaktor für pAVK ist das Rauchen, aber auch Alter und genetische Veranlagung spielen eine Rolle. Weitere Risikofaktoren sind: starkes Übergewicht, Bewegungsmangel und Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörungen.

Die wichtigsten Informationen zu pAVK hat die Herzstiftung im Sonderdruck »Die periphere arterielle Verschlusskrankheit – pAVK« zusammengefasst, der kostenfrei unter der Telefonnummer 069 955128400 oder unter www.herzstiftung.de/bestellung angefordert werden kann.

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