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Mamba, Kobra, Viper
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Was tun bei einem Schlangenbiss?

Von einer Giftschlange gebissen zu werden: Das ist für viele eine Urangst. Wir klären, wie realistisch dieses Szenario ist – und wie Erste Hilfe aussieht, wenn es doch passiert ist.
AutorKontaktdpa
Datum 13.08.2024  10:00 Uhr

Festes Schuhwerk schützt

All diese möglichen Schlangenbiss-Folgen zeigen: Es lohnt sich, sich gut zu schützen. Mebs empfiehlt, festes Schuhwerk zu tragen – vor allem in jenen Gebieten wie in Australien, Afrika, Indien oder China, in denen es viele Schlangen gibt. Von Bissen betroffen sind dem Toxikologen zufolge vor allem die ärmeren Bevölkerungsgruppen, die zum Teil barfuß unterwegs sind.

Zudem sei in den ländlichen Gegenden die medizinische Infrastruktur nur schwach ausgeprägt oder fehle ganz. Lebensrettende Gegengifte sind oft nicht verfügbar oder für die Betroffenen unbezahlbar. Ein weiteres Problem ist, »dass die Antiseren bei vier Grad gelagert werden müssen«, sagt Mebs. Wenn sie Hitze ausgesetzt und flüssig werden, sind sie schnell hinüber.

Hinzu kommt, dass man das Antiserum benötigt, das auch der jeweiligen Region und Schlangenart entspreche. Billige Produkte aus China und Indien etwa seien in Afrika weitgehend unwirksam. Für eine gezielte Hilfe müsste es für jede Schlange eigentlich ein eigenes Antiserum geben.

Übertriebene Sorge muss nicht sein

Übertriebene Angst vor Schlangen sei dennoch nicht angebracht, findet Tomas Jelinek: »Im normalen Leben und auch bei Reisen sind Schlangen das Letzte, worüber man sich Sorgen machen müsste.« Wer dennoch auf Nummer Sicher gehen und bei seinem Urlaub auf gar keinen Fall einem solchen Reptil begegnen will, dem rät er zu Neuseeland als Reiseziel. Oder auch die Antarktis: »Dort gibt es nur Pinguine. Aber die sind harmlos.«

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